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Fußball: Regionalliga West

Preußen hoffen auf baldiges Ende der frühen Verletzungsmisere

Münster

Vor allem auf den offensiven Flügeln, aber auch im zentralen Mittelfeld haben die Preußen in der noch jungen Saison mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, der eher kleine Kader macht sich bemerkbar. Zumindest zeichnet sich vor der Partie bei RW Ahlen ganz leichte Besserung ab.

Von Thomas Rellmann

Marvin Thiel, hier mit Co-Trainer Louis Cordes, ist wieder dank einer Daumenschiene wieder voll einplanbar. Foto: Sanders

Schon die ersten Wochen dieser jungen Serie haben gezeigt, zu was Preußen Münster imstande ist. Aber auch, wo die Achillesferse dieser so starken Einheit liegen könnte. Der dünne Kader kommt an seine Grenzen, wenn drei, vier oder wie zuletzt sogar fünf Spieler ausfallen. Ein Lazarett dieser Größenordnung ist in einer langen Saison mit rund 45 Pflichtspielen gar nicht ungewöhnlich. Zumindest im zweiten Halbjahr.

Dass es den SCP so früh so oft erwischt hat, dürfte Zufall sein. Doch dass neben dem länger schon fehlenden Manfred Kwadwo auch Deniz Bindemann, Alexander Langlitz, Thorben Deters und Jules Schwadorf beim 0:0 gegen Rödinghausen mit muskulären Problemen verschiedener Prägung passen mussten, reduzierte die personellen Optionen von Trainer Sascha Hildmann. Zumal sich direkt auch noch Joshua Holtby verletzte und auf der Bank der gerade erst genesene und mit Schiene am Daumen aufgelaufene Marvin Thiel sowie der nach langer Leidenszeit vorsichtige und für nicht mehr als eine halbe Stunde zu beanspruchende Luke Hemmerich saßen. So musste Manuel Farrona Pulido 72 Stunden nach seiner Verpflichtung gleich 77 Minuten ran.

Daube hofft auf Rückkehrer

„Ich hoffe, dass wir am Freitag ein paar Spieler mehr zur Verfügung haben“, sagte Dennis Daube. Für Holtby (Steißbeinprellung) und Deters gibt es Hoffnung, Thiel ist dann zumindest einen Schritt weiter. Der immer mal wieder leicht angeschlagene Henok Teklab hat zwar einen Pferdekuss davongetragen, trainiert aber. Jules Schwadorf, der am Samstag noch signalisierte, spielen zu können, könnte vielleicht doch eher am Dienstag gegen RW Essen wieder ein Thema werden.

Bindemann und Langlitz brauchen noch etwa zwei Wochen, bei Kwadwo ist die Verletzung noch rätselhaft. „Der Kader ist nicht groß, das müssen wir nicht thematisieren. Aber wir haben genügend Qualität“, so Daube. „Es ist nur bitter, dass alle auf einmal weggebrochen sind, das müssen wir schnell in den Griff kriegen.“ Ein Anfang ist zumindest gemacht.

Luxusprobleme, die sensibilisieren

23 Akteure umfasst die Gruppe, wenn der dritte Keeper Steffen Westphal und A-Junior Noah Kloth mitgerechnet werden. 20 Profis dürfen seit Sommer pro Partie ins Aufgebot berufen werden. Diese Marke schöpfte der SCP aber bislang noch nicht einmal aus. Zuletzt waren es nur noch 17. Das Schöne aus Preußen-Sicht: Die dünne Personallage wirkt momentan wie ein Luxusproblem. Wer seit zwei Monaten (fast) ungeschlagen ist und auf Platz eins der Tabelle steht, kann so viel in der Planung nicht falsch gemacht haben. Sensibilisiert sind die Münsteraner spätestens seit Samstag aber.

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