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Fußball: Regionalliga West

Neue Chance für U-23-Kapitän Mause bei den Preußen-Profis

Münster

Durch den Wechsel-Fauxpas im letzten Spiel vor der Winterpause war Marius Mause bei den Preußen ins Hintertreffen geraten, Coach Sascha Hildmann war stocksauer. Doch die Wogen haben sich geglättet. Zum Trainingsauftakt war der Kapitän der U 23 wieder dabei. Sein Trainer suchte sofort das Gespräch.

Von Thomas Rellmann

Marius Mause (l.) und Noah Kloth (M.) trainieren fest mit. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Zeit von Marius Mause im Blickfeld der Profis von Preußen Münster schien am Samstag vor Weihnachten unwiderruflich abgelaufen. Der Kapitän der U 23, der gegen Borussia Mönchengladbach II aufgrund der Personalnot zum dritten Mal in Folge im Aufgebot stand, sollte beim Stand von 1:0 kurz vor Schluss eingewechselt werden, was das Schiedsrichtergespann aber wegen unzureichend getapter Stutzen verhinderte. Zu zehnt kassierte der SCP gegen zehn Fohlen den Ausgleich. Trainer Sascha Hildmann machte den 24-Jährigen, der den langen Pfosten hätte abdecken sollen, für die Punktverluste verantwortlich und ließ in dieser Bewertung auch nicht mit sich reden.

Neues Jahr, neues Glück

Doch dann: neues Jahr, neues Glück. Beim Trainingsauftakt am Montag war Mause wieder mit dabei. Und der Coach wieder milde gestimmt: „Das Thema ist erledigt. Ich werde nie einen Spieler fallen lassen. Dass man sowas klar anspricht, gehört im Geschäft dazu.“ Natürlich sahen Beobachter sofort, dass der 49-Jährige den Oberliga-Akteur in einer kurzen Pause zur Seite nahm und das Gespräch mit ihm suchte. „Ich habe ihm noch mal klar gemacht, dass solche Dinge nicht passieren dürfen. Das hat er auch eingesehen. Und das wird auch nie wieder vorkommen.“

Mause war aber nicht der einzige Spieler der zweiten Mannschaft, der in der über 20 Köpfe starken Gruppe mitmischte. Auch Marvin Benjamins war dabei. Der 19-Jährige kommt über die Flügel und überzeugte in der laufenden Saison zumeist in der Reserve. U-19-Kapitän Noah Kloth ist der Dritte im Bunde der Talente. Alle drei waren schon häufiger an Bord und sollen die Vorbereitung so weit wie möglich komplett bestreiten. „Sie alle können sich empfehlen“, betont Hildmann.

Sascha Hildmann

Der Pfälzer will in den drei Wochen den Fokus weniger auf das Konditionelle lenken, sondern eher die Stärken der Preußen weiter ausbauen. „Alle hatten einen Laufplan, da hat keiner viel Fitness eingebüßt. Wir festigen Abläufe und Prozesse, arbeiten gruppen- und mannschaftstaktisch“, so der Coach, der zugleich schon mal ankündigt: „Wir werden sehr häufig trainieren in den nächsten Tagen.“

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