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Fußball: Regionalliga West

Nicht nur Hoffmeier hinterlässt bei den Preußen eine Lücke

Münster

Marcel Hoffmeier zum SC Paderborn – das ist keine riesige Überraschung mehr. Der 22-Jährige war einfach längst zu gut für die Regionalliga. Preußen Münster muss damit einen schweren Verlust hinnehmen. Doch auf der Seite der Neuzugänge soll in Kürze auch etwas passieren.

Von Thomas Rellmann

Ab sofort ein Paderborner: Marcel Hoffmeier (Mitte) stieg bereits am Pfingstmontag mit dem Zweitligisten ins Training ein. Foto: Jürgen Peperhowe

Neun Abgänge stehen inzwischen fest. Preußen Münster bekommt in diesem Sommer ein verändertes Gesicht. Der Spieler, von dem eigentlich seit Monaten alle wussten, dass er aufgrund seiner rasanten Entwicklung nicht zu halten sein wird, ist erst seit Samstag auch offiziell vom Markt. Marcel Hoffmeier schließt sich dem SC Paderborn an. Dass es den Innenverteidiger in die 2. Bundesliga ziehen würde, war ein offenes Geheimnis. Die Ostwestfalen waren das fast schon das logische Ziel. Seine Heimatdorf Schmerlecke (Stadt Erwitte) liegt schließlich keine 40 Minuten entfernt von der Heimstätte des neuen Clubs.

Drei Jahre kickte der 22-Jährige für den SCP von der Hammer Straße. Das erste in der 3. Liga brachte ihm viele Lerneffekte, aber keine nennenswerten Einsätze. Als nach dem Abstieg Innenverteidiger fehlten, schulte ihn Trainer Sascha Hildmann aus der Not um. Ein hervorragender Schachzug. Hoffmeier passte sich schnell an und wurde mit für Viertliga-Verhältnisse überragendem Aufbau, starkem Stellungsspiel und immer der richtigen Lösung bei gegnerischem Pressing zum konstantesten Preußen der vergangenen beiden Jahre. Sein Coach folgte dem Credo: Hoffmeier spielt immer. Bester Beleg sind die 69 Liga-Begegnungen in den vergangenen beiden Jahren. Nur, wenn er gesperrt oder verletzt war oder es um nichts mehr ging, stand der 1,82 Meter große Techniker nicht auf dem Rasen.

Stolz über die gute Entwicklung

„Wir waren mit Marcel und seinem Berater (der Münsteraner Sascha Brinker, d. Red.) stets in einem sehr offenen und fairen Austausch, konnten uns aber trotz intensiver Bemühungen nicht gegen die höherklassige Konkurrenz durchsetzen“, sagt Sportchef Peter Niemeyer. „Natürlich wird er uns mit seiner besonderen Qualität und Dynamik fehlen, doch wir sind auch stolz darauf, dass er sich bei uns so gut entwickelt hat und auch für namhafte Zweitliga-Vereine interessant wurde.“

Von allen Akteuren, die Münster nun den Rücken kehren, hinterlässt der Abwehrspieler, der einst fürs Mittelfeld kam, die größte Lücke. Zwölf Tage vor dem Trainingsstart gibt es allerdings allgemein noch einen gewissen Bedarf an Zuwachs. 14 Spieler stehen derzeit unter Vertrag, der eine oder andere aus dem Nachwuchsbereich (U 19 und U 23) soll wieder einen Teil der Vorbereitung mitbestreiten. Noah Kloth, der jetzt das Seniorenalter erreicht hat, ist eines der fest eingeplanten Talente. Vollzug mit Neuzugängen soll es dann in dieser Woche aber auch bald geben.

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