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Fußball: Regionalliga West

Orhan Özkara ist jetzt Co-Trainer in Ahlen und freut sich auf die Preußen

Münster

Orhan Özkara spielte 77-mal in Pflichtpartien für den SC Preußen Münster. Er war der Kapitän des Oberliga-Meisters von 2008, damals bedeutete das die Qualifikation für die Regionalliga. Nun trifft der 41-Jährige, der zwischenzeitlich auch Junioren-Coach in Münster war, als Co-Trainer von RW Ahlen auf seinen Ex-Club.

Von Alexander Heflik

Spielfreudiger Abwehrchef: Orhan Özkara (Mitte) setzt sich gegen Schalkes Danny Latza durch, schon während seiner Profizeit kümmerte er sich auch um sein Studium. Foto: eperhowe

Das Spiel wird ein besonderes für Orhan Özkara sein. Für ihn, den ehemaligen Kapitän des SC Preußen, der Junioren-Teams beim SCP trainiert hat, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Münster wohnt. Nun steht er als Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Andreas Zimmermann, bei RW Ahlen in der Verantwortung. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt es im Wersestadion zum direkten Aufeinandertreffen. „Das wird ein gutes Spiel“, verspricht Özkara, mittlerweile 41 Jahre alt. Dass RWA „mauert“ wie zuletzt Rödinghausen beim 0:0 im Preußenstadion, scheint ausgeschlossen. Özkara: „Nein, nein, das wird ein spannendes Spiel werden.“

Ahlen rechnet mit 2500 Zuschauern, gut 1000 werden aus Münster erwartet, die Vorzeichen stehen nicht schlecht für einen spannenden Nachbarschaftsvergleich. Schon in der Vorsaison gab Ahlen gerade in den Partien gegen Münster richtig Vollgas. Das Hinspiel gewann der SCP nur durch einen späten Elfmetertreffer von Jules Schwadorf mit 1:0. Das Rückspiel im April war lange Zeit eine offene Angelegenheit, ehe Joel Grodowski nach 78 Minuten den 3:2-Siegtreffer markierte.

Kapitän bei Roger Schmidt

Özkara war in den Nullerjahren unter Trainer Roger Schmidt vom SC Verl kommend gleich zum Kapitän gekürt worden. Die Oberliga-Meisterschaft sowie die damit verbundene Qualifikation für die Regionalliga im Jahr 2008 – da war Özkara der Chef auf dem Spielfeld. Ein Defensiv-Stratege, sein Wort hatte Gewicht.

„Damals habe ich noch mit Max Schulze Niehues zusammengespielt“, blickt er zurück. Er meint der SCP-Torwart der Gegenwart. Später betreute er die U 16 des SCP, war Co-Trainer von Cihan Tasdelen bei der U 19. Da sah er unter anderem auch Nicolai Remberg, von dem er vor der Partie am Freitag sagt: „Er hat eine super Entwicklung genommen. Ihm hat das professionelle Umfeld gefehlt.“ Nun hat Remberg das, und Özkara erklärt auch: „Seine Einstellung und Aggressivität hat man schon in der U 19 gesehen.“ Er traut Remberg noch den einen oder anderen Klassensprung zu.

Aber genug des Lobes. Özkara will mit Ahlen weiter vorankommen. Trainer Zimmermann sei „ein Energeibündel“. Was ja auch für Münsters Coach Sascha Hildmann gilt. Auch an der Seitenlinie ist Emotion und Feuer gewiss. Zimmermann lasse ihm, dem Ex-Profi in Münster, Verl, Lippstadt und Ahlen, viel Mitspracherecht. Es fühlt sich aktuell gut an, bei RWA zu arbeiten.

Start-up im Energiesektor

Auf Strecke will der Vater zweier Töchter auch die Fußballlehrerlizenz erwerben. Fußball ist halt seine große Leidenschaft. Obwohl er weiterhin zweigleisig fährt. Gemeinsam mit einigen Freunden baut Özkara ein Start-up im Energiesektor auf. Es geht um vertikalachsige Kleinwindkraftanlagen. Der 41-Jährige wäre, sobald ausreichend Investoren gefunden sind, als kaufmännischer Geschäftsführer tätig. Seine Vorarbeiten hat er bereits geleistet, so bleibt aktuell ausreichend Zeit für die Passion Fußball.

Den kommenden Freitag hat er dabei dick rot im Kalender angekreuzt. RW Ahlen erwartet Preußen Münster – Orhan Özkara würde mit seiner Mannschaft dem Favoriten gerne ein Schnippchen schlagen ...

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