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Fußball: Westfalenpokal-Achtelfinale

Positive Aspekte überwiegen beim 5:2 der Preußen in Lippstadt

Lippstadt

Selbstkritik ist im Sport eine wichtige Tugend und kann nie schaden – das wissen wohl auch Julian Schauerte und Robin Ziegele, die kollektive Fehler bei den Gegentreffern zugaben. Doch es waren die einzigen Kritikpunkte beim Pokalerfolg des SC Preußen Münster in Lippstadt.

Von Thomas Rellmann

Gemeinsam stark: Dominik Klann (l.) und der eingewechselte Nicolai Remberg gewinnen einen der vielen Zweikämpfe. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Verschnaufpause für den Kapitän hatte Coach Sascha Hildmann selbst ins Gespräch gebracht. Wenn sich Marvin Thiel im Training nicht leicht verletzt hätte, hätte Julian Schauerte sie vielleicht auch bekommen. Nötig war sie offenbar nicht. Das 1:0 bereitete der 33-Jährige schlau vor, später sagte er lächelnd: „Ich spiele gerne. Ein bisschen regenerieren, dann geht das.“

Happy war er auch über die über weite Strecken vorzeigbare Leistung. „Die erste Halbzeit lief natürlich super für uns, da haben wir unsere Chancen auch direkt genutzt.“ Den kurzen Einbruch nach dem Wechsel, der auch das reduzierte Publikum (nur 800 Besucher waren wegen mangelndem Schallschutz erlaubt) zurückholte, verschwieg Schauerte aber nicht: „Die Gegentreffer haben wir nicht gut verteidigt, da haben die Lippstädter Oberwasser bekommen. Wir wussten, dass sie mit drei Wechseln noch mal Schwung kriegen. Aber mit dem 4:2 war die Sache dann auch gegessen. Da haben wir vorher gut gewechselt.“

Ziegele: „Waren kurz überrumpelt“

Ein verstecktes Lob für den Coach, der Wert darauf legte, dass sein Team nur für eine ganz kurze Phase die Übersicht verloren hatte. „Ich bin wirklich sehr, sehr stolz auf die Truppe. Wir waren dem Gegner doch deutlich überlegen, trotz nur zwei Tagen Pause und der Rotation. Ich habe auch keine schlechten 20 Minuten gesehen, sondern nur zwei Gegentore nach Freistößen, die natürlich wehtun, unnötig sind. Aber wir sind mutig und stabil und geblieben, haben weiter dominant gespielt. Also von mir keine Kritik.“ Verteidiger Robin Ziegele sagte: „Wir waren nur kurz überrumpelt, die Tore dürfen uns nicht passieren, aber danach war es wieder souverän.“

Kevin Schacht aus der Reserve hatte kein unauffälliges Debüt auf dem linken Flügel, kassierte aber eine Verwarnung und musste wegen seiner dafür ab und an zu riskanten Spielweise in der Pause raus. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, so der Trainer. Der leicht angeschlagen ausgewechselte Luke Hemmerich hat wohl keine schwere Verletzung davongetragen.

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