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Fußball: Regionalliga West

Preußen auf der Suche nach Lösungen an einem schwierigen Punkt

Münster

Der kommende zehnte Spieltag in der Fußball-Regionalliga wird zum Kräftemessen der Top-Teams. Vier der ersten fünf spielen gegeneinander. Bereits am Freitag eröffnet Preußen Münster bei Fortuna Köln. Dabei steckt der SCP gerade allerdings in einer äußerst komplizierten Phase.

Von Alexander Heflik

Aktuell in Top-Form: Marcel Hoffmeier (r.) scheint überall in der Defensive einsetzbar. Foto: Jürgen Peperhowe

Tatsächlich werden Beobachter nach dem nächsten Spieltag, dem zehnten in der Regionalliga West, vielleicht etwas mehr wissen. Es kommt zum großen Schlagabtausch der Top-Teams, Spitzenreiter RW Essen erwartet am Samstag den Tabellenzweiten RW Oberhausen.

Keine 24 Stunden vorher gastiert der Rangdritte Preußen Münster beim aktuellen Fünften Fortuna Köln. Essen will aufsteigen, Oberhausen auch, Köln zudem, und Münster, auch wenn es nicht als einziges Saison-Mantra vor sich hergetragen wird, natürlich auch. Das Problem: Nur ein Club wird es schaffen.

Auftritt im Südstadion

Für die Preußen geht es also um einiges im Südstadion. Eigentlich darf sich das Team von Trainer Sascha Hildmann dort kein Blöße geben, ein Sieg muss her. Nur ein Erfolg aus den letzten fünf Partien mit nur sechs Pluspunkten, wobei auch nur gegen Essen verloren wurde – das deutet auf einen ersten Leistungsknick hin. Auch gegen Wuppertal (0:0) wurde nicht gewonnen. „Fußballerisch haben wir eine unserer schwächsten Leistungen in dieser Saison gezeigt“, sagt Sportchef Peter Niemeyer. Fast schon als Nebensatz fügt er an: „Wir sind an einem ganz wichtigen Punkt der Saison angelangt.“ Er meint die Partie in Köln, ein Schlüsselspiel.

Einige Fragen bauen sich auf. Wieso der SCP von so vielen Muskelverletzungen gebeutelt wird. Gerade pausieren Stammkräfte wie Thorben Deters oder Manuel Farrona Pulido – sie sind bei Weitem nicht die Ersten, die es erwischt hat. Trainer Sascha Hildmann hat das Trainingspensum bereits gedrosselt. Zudem fallen mit Dennis Daube (Kreuzbandriss) und Manfred Kwadwo (Faserriss) zwei Spieler monatelang aus. Ein Schlüsselspieler und ein weiterer mit Potenzial zur Stammkraft.

Wer macht den Daube?

Um Daube drehen sich die aktuellen Debatten. So, wie es der SCP am Sonntag gegen Wuppertal gelöst hat, ist das wenig zukunftsträchtig. Joshua Holtby spielte in der defensiven Mittelfeldzentrale neben Nicolai Remberg. Er sagt, er spiele diese Position des Sechsers auch, klar, Vorgabe des Trainers. Aber: „Damit sind für mich die Wege nach vorne, wo ich eher hingehöre, weit.“ Holtby ist eine Offensivkraft, die den letzten entscheidenden Pass zur Torchance verinnerlicht hat wie kein Zweiter beim SCP. Spielt er wie gegen Wuppertal aus der eigenen Hälfte heraus, beraubt er sich seiner Topqualität. Wer also kann die Daube-Rolle einnehmen?

Klann, Hoffmeier und Kandidat X

Dominik Klann war in der Vorsaison eine Entdeckung, erhielt aber gegen Wuppertal nicht seine Chance, das dürfte ihn treffen. Innenverteidiger Marcel Hoffmeier mit seiner Schnelligkeit, seinem guten Zweikampfverhalten und der Fähigkeit, lange Bälle zu spielen, wäre eine schlüssige Lösung. Seinen Platz in der Abwehr dürfte dann Neuzugang Robin Ziegele besetzen können. Oder Hildmann baut sich eine neue Alternative auf, zaubert aus dem bestehenden Kader eine frische Lösung. Man wird sehen.

So oder so, der SCP dominierte zu Saisonbeginn die Konkurrenz mit seiner temporeichen Spielanlage, doch zuletzt agierte Münster nicht konstant auf dem für ein Spitzenteam notwendigen hohen Niveau. Überragend eine Halbzeit gegen Essen oder beim Gastspiel in Straelen, enttäuschend zeitweise gegen Ahlen, gegen Rödinghausen und am Sonntag Wuppertal. Und nun Köln.

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