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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Coach Hildmann sieht „keine Geheimnisse“ vor Spitzenspiel gegen Rödinghausen

Münster

Die Regionalliga West schaut am Samstag geschlossen an die Hammer Straße. Und die meisten Clubs drücken eher nicht Preußen Münster die Daumen. Schließlich droht der Spitzenreiter zu enteilen, wenn er den ersten Verfolger SV Rödinghausen empfängt.

Von Thomas Rellmann

SCP-Kapitän Marc Lorenz (r.) ist mit dem SCP gegen Rödinghausen gefordert. Foto: Jürgen Peperhowe

Zahlen lügen selten. Wenn am Samstag (14 Uhr) die West-Regionalligisten auf den Plätzen eins und zwei aufeinandertreffen, dann ist auch von den beiden besten Angriffsreihen und den beiden besten Deckungssystemen die Rede. Preußen Münster (20:4 Tore) erwartet den SV Rödinghausen (21:6). Ein Duell auf Augenhöhe? Darüber lässt sich natürlich streiten. „Sie lieben ja ihre Außenseiterrolle“, sagt SCP-Trainer Sascha Hildmann über die Gäste. „Aber auch bei ihnen wird in Euro bezahlt.“

Auf der Hand liegt, dass es intensiv, emotional und auch mal dreckig wird. „Wir haben eine erfahrene Mannschaft“, so der 50-Jährige. „Das wird helfen. Keiner soll über überpacen. Das leben wir als Trainerteam vor.“ Giftpfeile fliegen tatsächlich jetzt nicht mehr, wenn dann kleine Spitzen.

Teklab muss endgültig passen

In den allermeisten Fällen wäre das Thema vor diesem Gipfeltreffen der Ausfall von Münsters Top-Schützen und -Scorern Andrew Wooten und Henok Teklab, den trotz Trainingsrückkehr weiter eine Innenbanddehnung im Knie bremst. Hildmann sagt: „Er hat noch Schmerzen, fühlt sich unsicher.“ Doch Ersatz steht bereit. „Wir werden das wieder verkraften“, sagt der Trainer. Auf Gerrit Wegkamp, zuletzt als Joker Doppelpacker gegen Lippstadt, setzt er definitiv im Zentrum. „Ich habe schon im Trainingsalltag gespürt, dass er körperlich voll da ist. Gerrit ist auch etwas schneller geworden, nimmt Laufduelle auf, umkurvt den Keeper. Und der Konkurrenzkampf tut ihm gut.“ Nun also die erste Chance in der Startelf. Ob es weitere Änderungen gibt – Darius Ghindovean oder Thomas Kok bieten sich an – blieb offen.

Die Preußen werden es aber mit ungemütlichen Bedingungen zu tun bekommen. „Rödinghausen hat sich gut verstärkt, kommt über Kompakt- und Geschlossenheit“, sagt Hildmann. „Da müssen wir Lücken finden und dürfen uns wenig Fehler im Aufbau erlauben. Das Kombinationsspiel muss sicher sein, denn der Gegner schaltet super um, verteidigt auch gut.“

Rump verlängert, Gaye kommt

Dass der Tabellenzweite anrückt, spielt dabei für den Pfälzer nur eine untergeordnete Rolle: „Die Spieler wissen, dass jeder gegen uns das Messer zwischen den Zähnen hat und am Anschlag ist. Aber das nehmen wir gern an.“ Geheimnisse sieht er vor dem Liga-Hit ohnehin kaum: „Rödinghausen kennen wir in- und auswendig. Wir wissen, dass auch nach dem Spiel noch nichts entschieden ist. Den Charakter eines Endspiels sehe ich nicht.“ Zudem seien die vielen negativen Pokal-Erfahrungen abgehakt. „Das ist ja jetzt ein Punktspiel. Und da ist die Bilanz ausgeglichen.“

Marc Lorenz

Kapitän Marc Lorenz will sowieso nicht zu viel in den Vergleich hineininterpretieren und von einer möglichen Vorentscheidung natürlich nichts wissen. „Wir bereiten uns nicht anders vor als sonst und respektieren jeden Gegner gleich“, sagt der 34-Jährige. „Aber natürlich wissen wir, dass das ein echtes Kaliber ist. Rödinghausen spielt immer eklig, aber zugleich physisch dominant.“

Terminierungen bis Jahresende

Auf Typen wie ihn oder auch Alexander Hahn, Alexander Langlitz oder Dennis Grote, die sich nichts gefallen lassen, kommt es am Samstag zweifellos an. Damit das Trauma, das viele Anhänger und auch manche Spieler mit den Ostwestfalen verbinden, kein weiteres Kapitel erhält.

SCP:
Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hahn, Lorenz – Kok – Remberg, Bouchama – Oubeyapwa, Wegkamp, Deters

Liveticker aus dem Preußenstadion: www.wn.de/scp

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