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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster gelassen vor Revisionsverhandlung zum Essen-Spiel

Münster

RW Essen hat Revision gegen die 2:0-Wertung des Gipfeltreffens im Februar für Preußen Münster eingelegt. Am Donnerstag wird nun verhandelt. In Duisburg müssen alle Zeugen erneut erscheinen. Sorge, dass es zum Wiederholungsspiel kommt, haben die SCP-Verantwortlichen aber nicht.

Von Thomas Rellmann

Nach dem Ausgleich der Preußen in der 73. Spielminute wurde der Böller geworfen. Daraufhin ging unter anderem SCP-Einwechselspieler Marvin Thiel zu Boden (3.v.r.). Foto: Jürgen Peperhowe

Wird der Titelkampf knapp drei Wochen vor dessen Ende doch noch mal am grünen Tisch auf den Kopf gestellt? Bernhard Niewöhner mag vor der Revisionsverhandlung des Böllerwurf-Urteils nicht dran glauben. „Die Faktenlage hat sich nicht verändert“, sagt der Geschäftsführer von Preußen Münster.

Das Verbandsgericht des Westdeutschen Fußball-Verbands entscheidet an diesem Donnerstag ab 18 Uhr in Duisburg, ob es bei einer 2:0-Wertung für den SCP bleibt oder ob RW Essen mit seinem Einspruch, der auf ein Wiederholungsspiel abzielt, Erfolg hat. Beim Stand von 1:1 war das Gipfeltreffen am 20. Februar abgebrochen worden, nachdem ein Sprengkörper aus dem Heimblock unter anderem zwei Auswechselspieler der Münsteraner verletzt hatte.

Thiel und Borgmann geladen

Marvin Thiel und Jannik Borgmann müssen auch diesmal wieder aussagen, ebenso alle weiteren Zeugen der ersten Verhandlung, also auch Schiedsrichter Christian Scheper und der WDFV-Sicherheitsbeauftragte Egbert Gössing. „Das ist eher ungewöhnlich“, sagt Niewöhner, der gemeinsam mit Sportchef Peter Niemeyer, Teammanager Harald Menzel und Anwalt Simeon Scheuermann aus der Kanzlei Duvinage vor Ort sein wird. „Sorge habe ich aber nicht“, sagt der 71-Jährige. Womöglich setzen die Essener auch vor allem auf eine Reduzierung der Geldstrafe. Für sie wäre ein Urteil final. Sollte der Revision überraschend stattgegeben werden, hätten die Preußen aber wohl noch die Option, in eine Berufung zu gehen.

Trotz des 4:0-Erfolgs gegen Lippstadt schrieb RWE am Mittwoch Negativschlagzeilen. Torwart Daniel Davari, bis vor zwei Wochen die Nummer eins, wurde freigestellt, weil er sich mit seiner neuen Bankrolle nicht professionell abfand. Er ist nach Dennis Grote bereits der zweite Kapitän, den der Club in dieser Saison suspendiert.

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