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Fußball: Testspiel

Preußen gewinnen bei Drittligist Duisburg, beklagen aber Verletzungspech

Duisburg

Gerrit Wegkamp, Henok Teklab und Marcel Hoffmeier gingen verletzt vom Platz. Insofern hielt sich die Freude bei Preußen Münster nach dem 3:2 (2:0)-Sieg im Test beim MSV Duisburg in Grenzen. Dabei war die erste Halbzeit überaus ansprechend.

Von Thomas Rellmann

Henok Teklab (M.) musste von Sportchef Peter Niemeyer (l.) und Physio Lukas Brüggemann gestützt werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Wären am Dienstagnachmittag ausschließlich das Auftreten und das Ergebnis ausschlaggebend gewesen, dann hätte Preußen Münster eine perfekte erste Hälfte für sich reklamieren dürfen. Doch beim 3:2 (2:0) im Test beim MSV Duisburg schmälerten Verletzungen die hervorragenden Eindrücke gewaltig, die magere zweite Hälfte schmerzte weit weniger, auch weil am Ende noch der Sieg dabei herauskam.

Erst musste Sturmchef Gerrit Wegkamp nach wenigen Minuten mit einer Rückenblessur vom Feld. Dann erwischte es Neuzugang Henok Teklab, der nach einem Zweikampf mit Maximilian Sauer unglücklich mit dem Knöchel aufkam. Mit Verdacht auf Bänderriss ging es nach nicht mal einer halben Stunde raus. Der 22-Jährige wurde sogar im Kleinwagen zu den Kabinen gefahren. In der Schlussphase ging auch noch Marcel Hoffmeier angeschlagen vom Rasen.

Preußen furios vor der Pause

Dabei sollte die Leistung im Trainingszentrum des Drittligisten nicht unterschlagen werden. Zwar gehörte den Zebras durch einen Pfosten-Kopfball von Niklas Stierlin nach einer Ecke die erste Chance (10.). Doch schon zuvor hatte sich der SCP nicht versteckt. Der Gast kombinierte geschickt, warf sich in die Zweikämpfe und besaß eine gute Raumaufteilung. Alexander Langlitz hatte schon die Führung auf dem Fuß (19.), zwei Minuten später legte er nach Vorarbeit von Julian Schauerte optimal für Jules Schwadorf ab – das 1:0 (21.) dank eines sehenswerten Spielzugs. Dennis Daube traf zudem den Außenpfosten (31.), ehe Jan Dahlke per Kopf das 2:0 markierte (35.). Diesem Treffer ging ein ungewöhnliches, aber umso beachtlicheres Flankensolo von Simon Scherder, ebenfalls über rechts, voraus.

Auf der linken Seite zeigte Gastspieler Fadhel Morou eine ansprechende Vorstellung mit mutigen Vorstößen und der nötigen Wehrhaftigkeit. Seine Verpflichtung ist nicht ausgeschlossen. Zumal Marvin Thiel als Nummer eins für diesen Flügel mit Wadenproblemen ausfiel.

Duisburg drückt in der zweiten Halbzeit

Nach der Pause parierte der frisch eingewechselte dritte Mann Steffen Westphal direkt doppelt gegen Darius Ghindovean und Stierlin (46.). Der Druck der Hausherren, die schon in zehn Tagen in die Saison starten, nahm zwangsläufig zu. Der Handorfer Alaa Bakir verkürzte nach einem Ballverlust der Preußen bei eigenem Einwurf und einem langen Sprint (57.). Ghindovean blieb der auffälligste Duisburger. Erst zielte er von der Mittellinie nach Westphals Kopfballabwehr auf den Querbalken (62.), dann gelag ihm vom Sechzehner nach einer Ecke der Ausgleich (73.). Sogar das Siegtor hatte er vor Augen, doch Westphal stand im Weg (77.). Vom SCP kam bis auf ein paar gute Pressingmomente nach vorn nichts mehr.

Das 3:2 durch einen Dahlke-Elfmeter (Foul von Rolf Feltscher an Thorben Deters) war fünf Minuten vor Schluss überraschend.

SCP: Dedovic (46. Westphal) - Schauerte (46. Kloth), Scherder, Hoffmeier, Morou (46. Borgmann) - Daube (46. Klann) - Schwadorf (46. Remberg), Holtby (46. Deters) - Teklab (28. Bindemann/60. Kwadwo), Wegkamp (6. Dahlke), Langlitz

Am Mittwochabend geht es für den SCP sofort weiter im Takt. Oberligist Eintracht Rheine ist um 19.30 Uhr Gastgeber. Morou ist dann erneut dabei, Keeper Max Schulze Niehues fehlt letztmals. FCE-Trainer ist ein alter Bekannter: Cihan Tasdelen hat den Posten im vergangenen Jahr übernommen. Der 46-Jährige war mehr als zehn Jahre einer der erfolgreichsten Nachwuchstrainer der Preußen.

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