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Fußball: B-Junioren-Bundesliga

Wildes Spiel: Preußen holen im Kellerduell gegen Hennef den ersten Sieg

Münster

Was war denn da los? Ein Drama mit Happy End lieferte die U 17 von Preußen Münster im Kellerduell der Sieglosen mit dem FC Hennef 05. 1:3 lagen die Jungadler schon hinten, dann bäumten sie sich doch noch zum 4:3-Sieg auf.

Von Thomas Austermann

Der Beginn der Aufholjagd: Amour Nnokoson schiebt vor dem Hennefer Kaan Demir ein zum 2:3. Foto: Wilfried Hiegemann

Von großer Verunsicherung bis zum großen Aufbäumen spannte die U 17 von Preußen Münster in der Bundesliga-Partie gegen den FC Hennef aus dem Rhein-Sieg-Kreis den Bogen. Um nach dem Siegtreffer in der Nachspielzeit das 4:3 (1:3) im Jubelknäuel als ersehnte Befreiung zu feiern. Der erste Dreier am sechsten Spieltag sollte das Selbstbewusstseinslevel heben – und muss das auch in der so kurzen wie dadurch extrem schweren Serie.

Die noch immer sieglosen Gäste setzten am Ende dem unbeugsam anrennenden SCP nichts mehr entgegen, dabei schockten sie mit ihrem mutigen Pressing der vordersten Linie die Münsteraner zunächst nachhaltig. Zwar überstand Hennef zwei Szenen von Jakob Metze und Justus Zimmermann, packte dann aber nach gradlinigem Laufspiel und vielen eroberten Bällen zu. Artem Belousov profitierte von einem Blackout der Preußen-Abwehr (8.). Nach unzureichend geklärtem Eckball legte Sanih Music drauf (12.)

Hennef-Keeper bringt SCP zurück ins Spiel

Münster flatterte derbe schon im Aufbauspiel, es gab mehr Fehlpässe als gelungene Zuspiele. Hennefs Keeper Moritz Hellwig brachte die Hausherren zurück ins Spiel. Er hatte die Hände schon an einer Zimmermann-Freistoß-Flanke und ließ den Ball doch ins Tor fallen (30.). Damian Truckenbrod gehörten die nächsten SCP-Abschlüsse, doch für den Gegner traf Ata-Luan Rznic nach dem nächsten Patzer (41.).

SCP-Trainer Moritz Glasbrenner erinnerte seine Elf in der Pause „an große Spiele, die ihre Wendepunkte hatten“, musste aber viel Geduld aufbringen und vier frische Offensivspieler einwechseln, ehe seine Elf an die Wende glaubte. „Dass wir kein Selbstvertrauen aufbauen konnten bei dem Startprogramm, ist verständlich. Die Jungs haben gegen alle Widerstände den Erfolg erzwungen.“ Und zwar ab Minute 70: Zuerst blieb Sturmsolist Amour Nnokoson nach Zuspiel in die Tiefe standhaft im Zweikampf und verkürzte, dann gelang ihm das über halbrechts ebenso hartnäckig – 3:3 (73.).

Internats-Trio überzeugt

Jetzt riskierten die Preußen alles, kamen zu Offensivszenen und Standards. Der erstmals eingesetzte Mieszko Szczerbiak brachte Laufstärke ein, Kerolos Makkar gute Pässe. Szczerbiaks Schuss aus spitzem Winkel nach Solo wurde vor die Füße von Tim Hilligloh geklärt, der entschlossen abnahm (90.+2). Die Mittelpunktszenen gehörten also dem Trio, das seit August im Sportinternat lebt – Nnokoson, Szczerbiak und Hilligloh.

SCP: Konradt – Nattefort, Bartsch, Tyrell, Töws – Sahin, Scharlau (60. Makkar) – Truckenbrod (71. Ott), Zimmermann (71. Szczerbiak), Metze (54. Hilligloh) – Nnokoson

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