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Fußball: Regionalliga West

Preußen holen Kwadwo, testen Morou und setzen links auf Thiel

Münster

Mit der Verpflichtung von Manfred Kwadwo hat Preußen Münster seine Offensivreihe für die neue Saison nahezu komplett. Der 26-Jährige kommt von Waldhof Mannheim und hat auch schon 25 Zweitliga-Einsätze vorzuweisen. Außerdem stellt sich mit Fadhel Morou ein potenzieller Spieler für die linke Außenbahn vor, auf der Marvin Thiel allerdings die neue Nummer eins werden soll.

Von Thomas Rellmann

Sachen gepackt – und ab nach Münster: Manfred Osei Kwadwo Foto: Imago/Christian Schroedter

Die Wege von Preußen-Trainer Sascha Hildmann und Manfred Osei Kwadwo kreuzten sich bereits einige Male. Ab sofort arbeiten beide erstmals direkt zusammen. Der flexible Offensivspieler kommt von Waldhof Mannheim und vervollständigt damit das Angriffsangebot des Regionalligisten. Er kann auf den Flügeln, aber auch zentral spielen. Die Auswahl vorne ist – auch für verschiedene Systeme – nun sehr groß.

Der 26-Jährige wurde bei Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt sowie ab der U 17 beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet. Bei den Pfälzern sammelte er zu deren Zweitliga-Zeit bereits Erfahrung, zumeist kickte er jedoch in der Reserve. In seinem ersten Drittliga-Jahr als Leihspieler bei der SG Sonnenhof Großaspach verpasste der 1,70 Meter große Dribbler Hildmann nur knapp. Als er zum FCK zurückkehrte, sammelte er 2017/18 immerhin 16 Begegnungen im Unterhaus. Ein paar Monate nach dem Abstieg kam Hildmann zum Betzenberg, doch der Rechtsfuß hatte sich soeben gen Osten verabschiedet. Für den 1. FC Magdeburg war er in der 2. und 3. Liga zwei Spielzeiten aktiv, allerdings konnte er sich auch hier nie vollständig durchsetzen. Trotzdem hält Maik Franz, Ex-Kaderplaner des Clubs und Kumpel von Preußen-Sportchef Peter Niemeyer, große Stücke auf den Ghanaer.

Schulze Niehues fehlt in Duisburg noch

Testspiel Nummer zwei führt den SCP an diesem Dienstag zum MSV Duisburg – und damit mal wieder zu Ex-Coach Pavel Dotchev, der den Drittligiten seit Anfang des Jahres trainiert und vor dem Abstieg gerettet hat. Anstoß ist unter Ausschluss von Zuschauern um 16 Uhr im Trainingszentrum der Zebras. Für Stammkeeper Max Schulze Niehues kommt die Partie hingegen noch zu früh. Nach seinem grippalen Infekt absolvierte der 32-Jährige am Montag ein paar Runden, während die Kollegen regulär trainierten. Am Dienstag arbeitet der Routinier aber auch noch mal individuell.

Auch die vergangene Serie in Mannheim lief nicht nach Wunsch, der Vertrag wurde nach acht Einsätzen nicht verlängert. Nun wagt Kwadwo einen Neuanfang. „Er hat seine Qualitäten schon in höheren Ligen unter Beweis gestellt und bringt eine positive Persönlichkeit mit, mit der er super in die Mannschaft passt“, sagt Niemeyer, der den Neuling (25 Zweit- und 60 Drittliga-Partien) auf den Außenbahnen, aber auch als hängende Spitze oder als einen von zwei Angreifern verortet. Variabel eben – diese Eigenschaft hatte der SCP für die laufende Transferperiode ausgerufen. „Wir sind sehr glücklich mit unserem Aufgebot, weil es viele, viele Möglichkeiten bietet“, so Niemeyer.

Morou als Gastspieler

Der 37-Jährige betont, dass das Budget noch Spielraum bietet. Aktuell stellt sich mit Fadhel Morou (24), der seit Oktober bei Ligarivale SV Straelen spielte (neun Einsätze) und für Wacker Burghausen, den FC Memmingen, den FC Pipinsried und den FC Unterföhring 60-mal in der Regionalliga Bayern auflief, ein potenzieller Linksverteidiger-Backup vor. Für diese Position aber plant Niemeyer vor allem mit Marvin Thiel, dem kein gelernter Mann mehr vor die Nase gesetzt werden soll.

Eine weitere gute Nachricht erreichte den SCP am Montagmorgen quasi zeitgleich. Wie vom Club beim Verband gewünscht, findet das DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagnachmittag statt. Termin ist der 7. August zur besten Anstoßzeit um 15.30 Uhr. „Ein Abendspiel ist natürlich auch immer schön, aber ich denke, dass es so gerade für Familien genau passend ist“, so Niemeyer. Vielleicht läuft Kwadwo dann auch auf.

Auszeichnung mit dem „Grünen Band“

Und noch ein Grund zur Freude für die Adler: Mit Preußen Münster und dem Boxzentrum Münster kommen zwei hiesige Vereine in den Genuss einer Auszeichnung plus Prämie von je 5 000 Euro, denn sie gehören zu den bundesweit 50 Preisträgern der seit 35 Jahren laufenden Talentförderung „Das Grüne Band“. Die Commerzbank und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnen für den „wichtigsten Preis im deutschen Nachwuchssport“ verantwortlich. Eine Jury sichtet Bewerbungen, die überzeugen müssen hinsichtlich sportlicher Erfolge, Kooperationen mit Schulen, Trainersituation sowie sozialer und pädagogischer Angebote. SCP-Sportdirektor Peter Niemeyer sagte: „Wir sind sehr glücklich, dass unsere Nachwuchsabteilung mit so einem Preis ausgezeichnet wird. Das zeigt einmal mehr, dass die geleistete Arbeit hier wahrgenommen und auch wertgeschätzt wird – weit über die Stadtgrenzen von Münster hinaus.“

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