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Fußball: Regionalliga

Preußen kehren gegen Schalke II in den Alltag mit neuen Reizen zurück

Münster

Die hohe Belastung mit mehreren englischen Wochen im Spätsommer brachte den Preußen eine ganze Reihe von Verletzungen ein. Trainer Sascha Hildmann reagiert darauf nun und will den anfälligeren Akteuren eine Pause gönnen.

Von Thomas Rellmann

Nach dem Highlight-Spiel gegen Hertha im Pokal – hier Gerrit Wegkamp (r.) im Zweikampf mit Lucas Tousart – geht es zurück in den Liga-Alltag. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Verletzungsmisere, wie sie Preußen Münster zwischen Mitte August und Mitte Oktober erlebte, soll sich nicht wiederholen. Um dem vorzubeugen, wirft Trainer Sascha Hildmann vor dem dritten Teil der letzten englischen Woche in diesem Monat die Rotation an. „Müde sind alle, jeder kommt für eine Pause infrage“, sagt der 49-Jährige vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 II an diesem Freitag (19 Uhr).

Durch die Rückkehr der meisten Akteure nach muskulären Beschwerden ergeben sich zahlreiche Optionen zu Veränderungen ohne großen Qualitätsverlust. „Die hatten wir vergangenes Jahr nicht“, so der Coach. Luke Hemmerich, Manuel Farrona Pulido, Joshua Holtby, Jan Dahlke, Simon Scherder, Deniz Bindemann oder Jannik Borgmann scharren mit den Hufen. „Gerade in der offensiven Reihe wird sich was tun. Die, die zuletzt weniger gespielt haben, bekommen eine Chance.“ Der Pfälzer, der auf Alexander Langlitz (Schulterblessur) verzichtet, ist überzeugt, dass es weniger an der Trainingssteuerung lag, sondern am happigen Spielprogramm im Spätsommer und Frühherbst, das die vielen Ausfälle bedingte. Drei Partien in acht Tagen verdaut nicht jeder.

5000 Zuschauer erwartet

Das Ergebnis vom Dienstag gegen Hertha BSC (1:3) dürfte hingegen schnell aus den Kleidern geschüttelt sein. „Wir haben das alles gut verarbeitet“, sagt Hildmann. Den Beweis müssen seine Schützlinge nun gegen die Königsblauen bringen. Ihm schwant, dass das kein leichter Weg wird. „Ich sage das nicht gern, aber unterbewusst ist die Einstellung in Homberg vielleicht schon eine andere als im DFB-Pokal. Das nervt mich schon. Es ist menschlich, aber auch nicht professionell.“

Wiedersehen mit Frenkert und Dadashov

Hildmann setzt darauf, dass es unter Flutlicht zu Hause dann doch eine andere Sache wird als eben beim 2:2 auf dem schwer bespielbaren Homberger Sportplatz. „Das wird doch auch ein tolles Erlebnis für uns. Die Stimmung gegen Schalke wird geil, da bin ich mir ganz sicher.“ Der SCP erwartet mehr als 5000 Zuschauer. Für die Regionalliga ein sehr guter Wert. Nur über den zuletzt gerade auswärts schwächelnden Gegner kann Hildmann wenig sagen. „Zweite Mannschaften kann man nicht lesen. Keiner weiß, was da rauskommt.“

Der Alltag hat den SCP wieder

Dass die Preußen zurück im Titelrennen sind, hat auch der Trainer mit Genugtuung registriert. „Es ist immer noch früh in der Saison. Vor März, April wird nicht viel passieren“, sagt er. Mittelstürmer Gerrit Wegkamp plädiert sowieso dafür, nicht ständig auf die Tabelle zu schauen. „Wir dürfen uns mit dem Blick nach oben nicht verzetteln und sollten nicht immer nur das große Ganze sehen. Wir sind nicht unzufrieden mit der bisherigen Saison, aber ganz zufrieden können wir auch nicht sein.“ Er setzt ebenfalls darauf, dass das Highlight gegen Hertha keine Auswirkungen auf den nächsten Auftritt hat. „Das war letzte Woche in Bonn nicht so, und das wird diesmal auch nicht passieren.“ Der Alltag hat die Preußen wieder. Aber auch der hat Reize und eine noch größere Bedeutung.

Enges Rennen nach Essener Remis

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Scherder, Thiel – Hemmerich, Klann, Remberg, Farrona Pulido – Dahlke, Wegkamp

Liveticker aus dem Stadion ab 18.30 Uhr.

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