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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster arg gebeutelt im Topduell mit dem Wuppertaler SV

Münster

Die beiden nächsten Spiele könnten mitunter wegweisend sein für den SC Preußen. Am Sonntag kommt der Wuppertaler SV, Freitag drauf geht es zu Fortuna Köln. Und gerade in dieser Phase muss Trainer Sascha Hildmann viele personelle Rückschläge verkraften.

Von André Fischer

Köpfchen gefragt: Dominik Klann (hinten) könnte am Sonntag auf der Sechs zum Zuge kommen – und wird es möglicherweise auch mit Ex-Preuße Foto: Sebastian Sanders

Trainingsfrei. Der Kabinentrakt im Preußenstadion wirkte am Freitag wie verwaist. Himmlisch, diese Ruhe vor dem Duell gegen den ambitionierten Wuppertaler SV am ungewohnten Sonntagstermin um 14 Uhr. Trainer Sascha Hildmann hatte sich schon was dabei gedacht, seinen zuletzt arg strapazierten Jungs mal einen Tag für sich zu gönnen. In die Stille mischten sich allein die Rufe von Physiotherapeut Lukas Brüggemann, der auf dem Rasenplatz hinter der Haupttribüne mit den angeschlagenen Thorben Deters, tragischer Held nach seinen beiden Treffern gegen Essen samt verletzungsbedingter Auswechslung, und Jannik Borgmann individuell arbeitete. Beide dürften indes noch keine Alternative sein.

Die Preußen gehen nicht am Stock, nein, aber die Häufung an muskulären Verletzungen und die daraus resultierenden Ausfälle kommen vor den Topspielen gegen den WSV und am Freitag bei Fortuna Köln zur Unzeit. „Wir arbeiten im Training fast nur noch im regenerativen Bereich“, sagt Hildmann – und verweist darauf, dass es zwischen Januar und Juni kaum physische Probleme gegeben hätte.

Richtig weh tut dem Club die Kreuzbandverletzung von Mittelfeldstratege Dennis Daube, der unter der Woche in Duisburg operiert wurde und möglicherweise am Sonntag an Krücken im Stadion sein wird. „Das, was er im Training und auf dem Feld zeigt, ist schon stark. Mit etwas Wut im Bauch wird die Mannschaft für ihn spielen und gewinnen wollen.“ So die Wunschvorstellung. Die spannende Frage: Wer ersetzt Daube? Hildmann ließ sich nicht aus der Reserve locken, deutete aber an, dass Dominik Klann gute Karten auf der Sechs habe. Marcel Hoffmeier sei keine Option. „Den brauchen wir als Abräumer in der Viererkette.“

Dass er sich bei aller personeller Not vor allem auf die Kicker der U 23 und der U 19 verlassen kann, hat das Pokalspiel auf Verbandsebene am Mittwoch gegen Tengern gezeigt. Ganz gleich ob Marvin Benjamins, Kevin Schacht oder Joel Amadi – „das sind alles gute Jungs, die Spaß machen“ –, Münsters Fußball-Lehrer freut sich über den hungrigen Nachwuchs. Und verrät: „Da haben sich gleich mehrere aufgedrängt.“ Ob er den einen oder anderen gegen Wuppertal ins kalte Wasser wirft, bleibt bis kurz vor Spielbeginn sein Geheimnis. Hildmann ist schon für eine Überraschung gut. „Ich weiß, auf wen ich mich verlassen kann.“ 5000 bis 6000 Fans werden im Rahmen der 2G-Regel erwartet, am Freitag waren gut 4000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Vorbei mit der Ruhe.

SC Preußen: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Thiel – Klann – Langlitz, Remberg, Hemmerich – Wegkamp, Dahlke

Live-Ticker ab 13.30 Uhr aus dem Preußen-Stadion

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