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Fußball: Oberliga

Preußen Münster II sammelt gegen Haltern Punkte für den Klassenerhalt

Münster

Ein Dreier war Pflicht für die Zweitvertretung des SC Preußen Münster – und einen Dreier lieferte der Oberligist artig ab: Mit 4:1 konnte der bereits feststehende Absteiger TuS Haltern besiegt und wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden.

Von Thomas Austermann

Routiniert und mit viel Überblick: Pascal Koopmann (r.) ordnete und organisierte das Preußenspiel, Halterns Noah Schulz nimmt in dieser Szene Anschauungsunterricht. Foto: Wilfried Hiegemann

Dringend erforderlich und sehnsüchtig erwartet war der zweite Dreier in der Oberliga-Abstiegsrunde vom SC Preußen Münster II. Und er gelang unter sengender Sonne mit 4:1 (1:0) gegen den Absteiger TuS Haltern, der mit vier U-19-Spielern im stark reduzierten Aufgebot und ab Minute 54 in Unterzahl nur darauf aus war, eine Packung zu vermeiden. Am See ist künftig der Sparkurs das Motto.

Punktesammlung noch nicht komplett

Neun Punkte haben sich die Adlerträger jetzt aus sieben Partien der Liga-Fortsetzung geholt und müssen weitere Zähler sammeln. Ein Druck war spürbar„nach der Durststrecke“, wie Trainer Kieran Schulze-Marmeling sagte. „Heute freuen wir uns. Aber wir alle wissen, dass wir schon viel häufiger viel besser gespielt haben.“ Seine Elf müsse lernen, „nicht so schnell den Gang heraus zu nehmen“, sondern dranzubleiben auch in 90 überaus einseitigen Minuten.

Pascal Koopmann wirft Routine in die Waagschale

Mit passenden Typen, die der Situation gewachsen sind, stellte Schulze-Marmeling auf. Und baute auf Aufbauspieler Pascal Koopmann, der die mit Abstand meisten Ballkontakte hatte und nie die Ruhe verlor. Diese Tugend war eine notwendige, denn Haltern stand tief in der eigenen Hälfte und wartete ab. Entlastung und Offensivgeist waren lange Zeit kaum zu erkennen, Disziplin im Kollektiv sehr wohl. „Obwohl der Gegner kommen musste, hat er uns den Ball überlassen“, sagte Schulze-Marmeling verwundert.

Er war froh, dass Kevin Schacht früh traf nach Anspiel von Jano ter Horst (15.) und wunderte sich wie alle, dass ein klares Handspiel des auf den Ball fallenden TuS-Spielers Lennart Rademacher (22.) keinen Elferpfiff nach sich zog. Der Abwehrmann musste verletzt raus – es dauerte geschlagene neun Minuten, bis Ersatz Denizhan Yazici das passende Schuhwerk parat hatte. Auf eigenartige Weise plätscherte die Partie gen Halbzeit. Den Preußen fehlte vorne Präzision und etwas Beweglichkeit gegen das Bollwerk.

In Überzahl ungefährdet

Mit Luis Frieling kam ein nächster Offensiver nach der Pause. Marvin Thiel suchte, mehr und mehr emsig unterwegs und mit vielen gescheiten Flanken, auch ihn. Thiels Anspiel über wenige Meter nutzte Sören Wald zum 2:0 (47.). Mit David Loheider leistete sich der wohl letzte namhafte TuS-Spieler eine Tätlichkeit gegen Can Pohl (54.) und sah Rot. Schacht traf zum 3:0 eher glücklich (57.), weil ihm TuS-Keeper Julian Jaworek eine hohe Thiel-Hereingabe direkt auf den Fuß lenkte. Es gab weitere Szenen für die jederzeit überlegenen Preußen, die aber einmal Yazici laufen ließen, der verkürzte (66.). Marvin Benjamins setzte spät (88.) den an Wald verursachten Foulelfmeter zum 4:1.

SCP: Westphal – Mause, ter Horst, Klauke, Demirarslan – Koopmann (80. Benjamins) – Pohl (88. Selutin), Rüschenschmidt (46. Frieling), Thiel – Schacht (62. Gencoglu), Wald

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