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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster mit Demut gegen das Schlusslicht KFC Uerdingen

Münster

Der SC Preußen gastiert am Samstag (14 Uhr) beim KFC Uerdingen. Gespielt wird allerdings in Velbert. Für Trainer Sascha Hildmann kann die Hürde nicht höher sein, er fordert auch beim Schlusslicht bis an die Grenzen zu gehen.

Von André Fischer

In Feierlaune: Thorben Deters (rechts) und Jannik Borgmann, der am Samstag für Marvin Thiel in die erste Elf rücken könnte. Foto: Jürgen Peperhowe

Boostern, bitte! Deutschland macht sich in diesen schweren Zeiten bereit für die Auffrischungsimpfung. Vorbildlich voran geht Sascha Hildmann. Der Trainer des SC Preußen Münster hat den dritten Piks bereits über sich ergehen lassen. Zwei, drei Kicker aus dem Regionalliga-Kader ebenfalls.

„Wir wissen um unseren Auftrag für die Gesellschaft“, sagt der 49-Jährige aus Überzeugung vor dem Gastspiel am Samstag beim KFC Uerdingen (14 Uhr) mit Blick auf die steigenden Inzidenzen. Ein Joshua Kimmich im Team wäre demnach eine Persona non grata – das stellt Hildmann klar. „2G, alles andere zählt für mich nicht. Ein Spieler, der sich der Impfung entzieht, würde bei mir nicht im Kader stehen.“ Noch Fragen?

Viele Kinder auf den Rängen

Über 6000 Zuschauer im Top-Spiel gegen RW Oberhausen, 520 verkaufte Preußen-Tickets für das Gastspiel beim Schlusslicht – das Interesse am SCP ist trotz der besorgniserregenden Entwicklungen da draußen riesig. „Die Stimmung auf den Rängen und generell in der Stadt ist klasse, die Identifikation mit dem Verein sehr hoch“, beobachtet der Coach. Der jüngst sogar wieder vermehrt Kinder auf den Rängen gesichtet hat. Angst, dass die Politik ähnlich wie 2020 einen fußballerischen Lockdown verhängen könnte, hat Hildmann keine. „Darüber denke ich nicht nach. Ich hoffe, dass nichts passiert.“ Unter Umständen könnte das den Preußen jeglichen jugendlichen Leichtsinn nehmen. Aktuell läuft es mehr als rund. „Das macht viel Spaß. Wir haben eine super Truppe und spielen oben mit, besser geht es kaum“, freut sich Offensivkraft Thorben Deters, mit sieben Treffern der beste Schütze. Der 26-Jährige ist inzwischen kaum mehr wegzudenken aus der Stammelf – und soll auch gegen Uerdingen aus allen Lagen „feuern“. Bis auf Marvin Thiel, der sich unter der Woche mit einer Erkältung plagte, dürfte Hildmann mit der siegreichen Elf aus dem Oberhausen-Spiel planen. Gut möglich, dass Jannik Borgmann auf die linke Außenverteidiger-Position rückt.

Voigt als motivierender Coach

Trotz der prächtigen Ausgangslage warnt Münsters Fußballlehrer davor, die Krefelder zu unterschätzen. „Wir tun gut daran, wie immer Demut zu zeigen. Jeder Fan, der selbst die Schuhe geschnürt hat, wird wissen, wie schwer solche Spiele sind.“ Zumal der Traditionsclub jüngst zweimal nicht verloren hat und inzwischen mit Alexander Voigt einen äußerst motivierenden Coach auf der Bank hat, der binnen kurzer Zeit Ruhe reingebracht hat.

Es bleibt wohl eng an der Spitze der Regionalliga. Im März oder April 2022 erwartet Hildmann erste Vorentscheidungen. Bis dahin sieht er sich und seine Jungs in einem Marathonlauf. Durchhalten heißt die Parole. Sprinten kann ja jeder.

Investor-Abzug, Abstieg, Neuaufbau, Existenzkampf

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Hoffmeier, Borgmann – Klann – Remberg, Deters – Farrona Pulido, Wegkamp, Teklab

Liveticker zum Spiel ab 13.30 aus Velbert

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