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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Sprinter Schwadorf braucht gegen Rödinghausen eine Pause

Münster

Vier Spiele, vier Siege – Preußen Münster ist traumhaft in die neue Spielzeit gestartet, und grüßt von der Spitze. Am Samstag kommt der SV Rödinghausen. Spielberechtigt und im Kader: Neuzugang Manuel Farrona Pulido.

Von André Fischer

Preußens 60-Minuten-Mann: Jules Schwadorf (links) geht Spiel für Spiel ans Maximum, nun benötigt er eine Pause. Foto: Jürgen Peperhowe

So kalt der August zu Ende gegangen ist, so warm beginnt der September. Hoch „Gaya“ bringt in diesen Tagen den Sommer zurück. Irgendwie fühlt sich so alles leichter und entspannter an. Der Körper produziert mehr vom Glückshormon Serotonin – das hebt die Stimmung. Augenscheinlich auch bei Preuße Jannik Borgmann, der am Freitag mit der Leeze beim Training vorfährt. Münsters Regionalliga-Kicker sind ohnehin nach dem Traumstart mit vier Siegen aus vier Spielen und dem Gruß vom Platz an der Sonne euphorisiert. Am Samstag kommt der SV Rödinghausen. Anstoß im Stadion an der Hammer Straße ist um 14 Uhr.

Neuzugang Manuel Farrona Pulido fuhr indes mit dem Wagen vor – seit Dienstag ist er mit seiner kleinen Familie in Münster, hat zweimal mit der Mannschaft trainiert. „Wir haben uns schon die Altstadt angesehen – alles total schön. Ich freue mich riesig, hier spielen zu dürfen.“

Farrona Pulido mischt gleich mit

Soweit fit ist er, unter Rostocks Trainer Jens Härtel hat er alle Einheiten in den vergangenen Wochen absolviert. „Er kann uns sofort weiterhelfen“, ist Coach Sascha Hildmann angetan vom 27-Jährigen, in dessen Adern spanisches Blut fließt. Der Papa kommt aus einem kleinen Dorf bei Sevilla, die Mama ist Deutsche. „Mein Temperament auf dem Feld ist sicher mehr spanisch. Und darauf bin ich stolz.“ Farrona Pulido könnte schon gegen Rödinghausen eine Alternative auf der linken Außenbahn für Thorben Deters (Muskelfaserriss) sein.

Eine schöpferische Pause legt derweil Jules Schwadorf ein. Er hat seinem Trainer signalisiert, dass er gegen die Ostwestfalen muskulär runterfahren müsse. „Er hat in sich reingehört – und diese Entscheidung für sich getroffen, das akzeptiere ich“, sagt Hildmann. So richtig glücklich wirkt er dabei nicht, weiß er doch nur zu gut, was er an dem ehemaligen Wiesbadener hat. „Jules ist ein Vollprofi, er lebt für den Sport, trinkt keinen Alkohol, ernährt sich sehr gesund.“ Einmal dabei, gerät Hildmann ins Schwärmen: „Er ist ein Tiefenläufer, kann auf vielen hundert Metern eine maximale Geschwindigkeit von 24 Kilometern pro Stunde halten, spielt immer am Maximum. Das ist sehr beeindruckend. Der Junge macht Spaß.“

Langlitz wieder im Lauftraining

In der Regel 50 bis 60 Minuten – dann ist die Batterie leer. Aber bis dahin schmeißt er sich voll rein, dieser fußballverrückte Sprinter. Gegen Rödinghausen ist er erstmals außen vor – genau wie die Langzeitverletzten Manfred Kwadwo (Reha) und Alexander Langlitz (wieder im Lauftraining), für die eine Spieltagsnominierung noch zu früh käme, genau wie für Deniz Bindemann (ebenfalls Faserriss). Dafür darf Marvin Thiel mit einer Schiene für den lädierten Daumen wieder ran. „Der Junge brennt“, weiß Hildmann aus dem Training.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Borgmann – Daube – Remberg, Holtby – Teklab, Wegkamp, Farrona Pulido

Am Samstag gibt's ab 13.30 Uhr den WN-Liveticker aus dem Stadion.

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