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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster will Aktionäre überprüfen

Münster

Ohne Investoren geht es beim SC Preußen nicht, doch nicht jede Einlage bringt den Verein voran.  Jetzt hat der Verein bei zwei Investoren erst nach der Eintragung des Anteilskaufs festgestellt,  dass das Geld aus dem  Waffenhandel stammen könnte.  Maßnahmen sollen folgen.

-ag-

Die Lärmschutzwand steht am Preußenstadion steht, ganz ohne Nebengeräusche geht es beim Club allerdings nicht zu. Foto: Jürgen Peperhowe

Fernab vom Spiel um Punkte und Tore muss sich der SC Preußen Münster aktuell um zwei seiner Aktionäre kümmern. In einer Pressemitteilung reagierte der Verein am Dienstag auf eine Nachfrage des Online-Mediums RUMS, die das Investment zweier münsterländischer Unternehmen hinterfragte, die in Waffenlieferungen involviert sein sollen.

„Ein Kapitalgeber, der durch andere Geschäftszweige auch Beteiligungen an Unternehmen aus der Waffenindustrie hält, ist nicht mit den Werten des Vereins in Einklang zu bringen“, heißt es in der Mitteilung, die Preußen wollen nun die „erforderlichen Schritte“ einleiten. Die Einlagesummen der betroffenen Investoren sollen je 27.500 Euro betragen.

Der SC Preußen will jetzt Zusage und Eintragung des Anteilskaufs überprüfen. Indirekte Verbindungen zum Waffenhandel seien für den Sportclub nicht ersichtlich gewesen. „Die sorgfältige und verantwortungsvolle Überprüfung des Vorgangs, sowie die Einleitung der erforderlichen Schritte, um auf unserem Weg zu bleiben, sind nun das erklärte Ziel des SC Preußen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Summe betrage laut Vereinsangaben weniger als ein Prozent der Gesamtanteile und stehe nicht in Verbindung mit aktuellen und künftigen Baumaßnahmen.

Laut "RUMS"-Recherchen handele es sich bei den beiden Investoren um Michael Lüke und Thomas Ortmeier aus Emsdetten, die mit ihren Holdings ML Invest und TO Invest bei den Preußen eingestiegen sein sollen. Die Lüke-und-Ortmeier-Holding verdient ihr Geld mit Waffenhandel und hat von der Pistole bis zum Granatwerfer alles im Angebot. Nicht unbedingt das Portfolio, das zum Leitbild des SC Preußen passt.

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