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Fußball: Regionalliga West

Preußens Joshua Holtby will mehr spielen – aber nicht stänkern

Münster

Nein, zufrieden mit seiner Rolle ist Joshua Holtby derzeit nicht. Zwar stand der Mittelfeldspieler in 18 von 21 Partien auf dem Feld, kam aber meist nur von der Bank aus zum Zuge. Unbefriedigend. Doch laute Töne des Missklangs schlägt er nicht an. Vielmehr will sich der 25-Jährige sportlich wieder bei Trainer Sascha Hildmann aufdrängen.

Von Thomas Rellmann

Joshua Holtby (r.) kam bisher meist als Joker zum Zug – insgesamt 13-mal. Hier löst er in Aachen Manuel Farrona Pulido ab. Foto: Peperhowe

Wenn Preußen Münster an diesem Montag um 14.30 Uhr den zweiten Saisonteil mit dem Auftakt der Winter-Vorbereitung in Angriff nimmt, haben vermutlich die meisten Profis gute Vorsätze im Hinterkopf. Da bildet Joshua Holtby keine Ausnahme. Er hat sich allerdings vor allem vorgenommen, mehr Einsatzzeiten als bisher zu generieren. Auf Kampfansagen und markige Sprüche jedoch verzichtet der 25-Jährige. „In erster Linie sollte die Mannschaft erfolgreich sein. Aber klar, ein Stück weit muss jeder auch auf sich schauen. Mehr spielen will ich natürlich.“

In der vergangenen Saison war er mit elf Toren noch bester Vorbereiter, traf zudem selbst dreimal. Nun langte es zwar zu 18 von 21 Einsätzen, aber nur fünfmal für die Startelf. Einen Elfmeter versenkte Holtby in Ahlen, einen Assist verbuchte er zudem. „Natürlich ist es nicht so schön, wenn man ein bisschen hinten ansteht. Aber wenn ich reingekommen bin, habe ich gute Leistungen gebracht.“ Daher benötigt der Mittelfeldmann auch gar nicht zwingend ein Feedback oder eine Erklärung von Coach Sascha Hildmann. „Wir haben zuletzt elfmal nicht verloren, da kann ich selber einschätzen, warum ich draußen sitze. Die Mannschaft funktioniert – ist doch verständlich, dass der Trainer nicht rotiert.“ Die Extraschichten im Kraftraum oder beim Standardtraining haben nichts mit der Reservistenrolle zu tun. „Das mache ich immer, und zwar situationsunabhängig.“

Remberg gesetzt

Seit September durfte Holtby nur einmal beginnen (beim 3:0 gegen Schalke II leitete er die Führung ein). Glücklich sah er nicht immer aus auf der Bank. „Aber es bringt doch nichts, wenn ich anfange zu stänkern. Ich stelle mich in den Dienst meiner Kollegen.“

Nicolai Remberg ist auf seinen Positionen immer gesetzt, erst gab es auch an Dennis Daube und Jules Schwadorf kein Vorbeikommen, dann an Dominik Klann und Thorben Deters. Eine Lieblingsstelle im 4-3-3 hat Holtby aber nicht. „Mir liegt alles. Als Achter komme ich gut zurecht, ich kann aber auch vor der Abwehr spielen.“ In Rödinghausen war er sogar mal für ein paar Wochen Rechtsverteidiger. Konkurrenz für Julian Schauerte? „Wenn er mal nicht kann, mache ich das auch wohl“, lacht Holtby, dessen Zweijahresvertrag im Juni ausläuft und der natürlich weiß, dass im Januar noch ein weiterer Rivale kommen könnte.

Holtby: „Gibt mir ein gutes Gefühl“

Mit einem Abschied hat er sich dennoch keine Sekunde befasst. „Mir wird hier vertraut, ich will nicht wechseln. Der Trainer sagt, dass ich wichtig bin. Das gibt mir ein gutes Gefühl.“ Noch besser würde es, wenn in der Rückserie wieder ein paar Vorlagen dazu kämen. Für seine ruhenden Bälle wurde Holtby vor nicht allzu langer Zeit noch gefürchtet.

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