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Fußball: Regionalliga West

RW Essen muss Auswärtspartie gegen Rödinghausen in Lotte spielen

Münster

Noch ein Politikum der Regionalliga West. Der SV Rödinghausen muss sein Heimspiel gegen RW Essen am 8. Mai in Lotte austragen – aus Sicherheitsgründen. RWE kann so über 3000 Anhänger mobilisieren, während in Rödinghausen nur 900 zugelassen wären. Beim Tabellenführer in Münster findet man das nur „komisch“.

Von Alexander Heflik

Der Rasen in Lotte ist in keinem guten Zustand, was Luke Hemmerich (rechts) nicht abhielt, zwei Tore zu schießen. Foto: Jürgen Peperhowe

Dazu wollte Sascha Hildmann eigentlich nicht viel sagen, auch Sportchef Peter Niemeyer hielt dich bedeckt. „Komisch ist das schon“, ließ sich der Preußen-Coach zumindest entlocken, nachdem bekannt geworden war, dass RW Essen das vorletzte Punktspiel am 37. Spieltag gegen den SV Rödinghausen nicht im Häcker Wiehenstadion austragen würde, sondern der SVR nach Lotte ausweichen wird. Dann drehte sich der SCP-Coach um und ging. Viel Federlesen machte er um die Verlegung nicht.

WDFV verlegt das Spiel

Der Westdeutsche Fußball-Verband verlegte diese Partie vom 8. Mai (Samstag), nachdem die Initiative für die Verlegung von den Sicherheitsbehörden ausgegangen sei. Rödinghausen als Club mit einem kleinen Stadion muss eine Ausweicharena für Spiele mit Sicherheitsrisiko angeben. Und das ist das Stadion am Autobahnkreuz in Lotte. Vorteil für RW Essen ist, dass statt der maximal 900 Fans von Rödinghausen dort mehr als 3000 anwesend sein können. Nachteil für Essen ist, dass der Rasen in Rödinghausen fast schon in einem Topzustand ist, während das Geläuf in Lotte eher rustikal erscheint. Dem spielerischen SCP hätte das in Lotte sportlich auf dem sandigen Geläuf fast das Genick gebrochen beim 3:2-Sieg. Der SC Preußen muss kein Ausweichstadion angeben, weil das Preußenstadion bereits für Risikospiele ausgelegt ist.

Vorfall mit RWE-Fans vor einigen Jahren

Vielleicht hatten die Sicherheitskräfte in Rödinghausen aber auch nicht die Saison 2015/16 vergessen, als einige Hundert RWE-Fans die Kassenhäuschen im Gäste-Bereich überrannten, nicht bezahlten und für Randale sorgten.

Neidhart nicht begeistert

Essens Trainer Christian Neidhart war nicht angetan davon, nun in Lotte spielen zu müssen. Hartnäckig hielten sich Gerüchte, dass Essen unbedingt eine Verlegung der Partie nach Paderborn angeregt hätte. Dort hätte RWE in der Zweitliga-Arena praktisch eine Art Heimspiel unter Top-Bedingungen ausrichten können. Sogar von Übernahme der Mietkosten war die Rede, aus Essen kam dazu ein Dementi.

SCP sagt "sorry"

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