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Fußball: Regionallspiel

Schlüsselspiel unter Flutlicht für Preußen bei Fortuna Köln

Münster

Zuletzt ließ Preußen Münster in der Regionalliga West Federn. Insofern wäre ein Sieg im Duell der Mitfavoriten bei Fortuna Köln am Freitagabend wichtig. Mindestens zwei Dinge stimmen SCP-Trainer Sascha Hildmann zuversichtlich.

Von Thomas Rellmann

Alexander Langlitz (r.) wartet noch auf sein erstes Ligator, hat aber das volle Vertrauen des Trainers.  Foto: Jürgen Peperhowe

Unruhe nach nur einem Sieg aus fünf Partien ist nicht auszumachen an der Hammer Straße. Trainer Sascha Hildmann sieht noch keine negative Tendenz. „Die Zahlen muss man ein bisschen relativieren. Das ist zu oberflächlich, zu einfach. Wir gehen in der Bewertung tiefer.“ Doch vor dem Flutlicht-Spiel von Preußen Münster bei Fortuna Köln an diesem Freitag (19.30 Uhr) bestätigt er, dass das Verfolgerduell vor mehreren hundert Gäste-Fans richtungweisend ist. Zumal tags darauf der Erste RW Essen den Zweiten RW Oberhausen erwartet. Wie sich ein Sieg des Spitzenreiters bei eigener Pleite auswirken würde, möchte keiner beim SCP thematisieren. Die Chance, die die Ergebnisse genau andersherum in dieser Konstellation bieten könnten, wirkt ungleich attraktiver.

Umbau der Grundformation soll fruchten

Der Fokus gehört jedoch nicht der Tabelle, sondern der Vorbereitung des nächsten Top-Spiels. „Wir müssen uns straffen“, betont der Coach. „Wir haben eine genaue Analyse betrieben nach dem 0:0 gegen Wuppertal und uns geärgert, weil unser Umschaltspiel zu langsam war. Außerdem müssen wir wieder mit mehr Mut nach vorn verteidigen. Beide Teams sind sehr ambitioniert. Köln presst sehr hoch, spielt immer 4-4-2 und ist extrem unangenehm.“

Den Umbau der eigenen Grundformation von 4-3-3 auf 3-4-1-2 erklärt er so: „Wir haben eine Form gesucht, in der wir die Akteure auf den Platz bringen, die wir da gerade brauchen.“ Das nominelle System habe ohnehin wenig damit zu tun, wie dominant die Mannschaft auftritt oder ob sie sich Stockfehler leistet. Die Änderungen im Südstadion werden daher auch nur personeller Natur sein. „Wir haben uns was richtig Gutes einfallen lassen, es gibt Überraschungen“, verspricht Hildmann.

Schwadorf zurück in der Startelf

Er legt sich immerhin fest, dass Jules Schwadorf auf den Rasen zurückkehrt. Jannik Borgmann ist noch kein Thema, Thorben Deters soll in einer Woche gegen Düsseldorf wieder spielen, im Idealfall klappt das auch bei Manuel Farrona Pulido.

Auffällig war zuletzt das Seitengefälle mit Julian Schauerte, Luke Hemmerich und Alexander Langlitz auf der rechten und Marvin Thiel allein auf der linken Seite. Bei genauer Betrachtung der Anordnung kam die Symmetrie zwar zum Vorschein, Hildmann räumt jedoch ein, dass es der Plan war, den einen Flügel zu „überladen“. Dennoch fügt er auch hier an: „Die Statik ist nicht entscheidend, wenn wir etwa zu früh lang nach vorn schlagen und nicht ins Ballbesitzspiel kommen.“

Gespräche mit Wegkamp, Holtby und Langlitz

Zumindest war erkennbar, dass einige Leistungsträger derzeit nicht ihre beste Phase haben. Für Gerrit Wegkamp galt das jedenfalls gegen den WSV. „Er sortiert und gibt Anweisungen, vergisst bei allem Engagement fürs Team aber vielleicht sein eigenes Spiel“, sagt Hildmann. Ein langes Gespräch am Mittwoch zwischen beiden könnte Abhilfe geschaffen haben. Auch mit Joshua Holtby, von dem sich der Pfälzer mehr Schnittstellenpässe erhofft, redete er intensiv. Der Austausch mit Alexander Langlitz ist ohnehin rege. Der Top-Torjäger der Vorsaison ist nach seiner Verletzungspause noch nicht wieder bei alter Stärke. „Er weiß selbst, dass er aktuell nicht zu Abschlüssen kommt. Aber er wird sich schon wieder reinbeißen.“

Ob nun A-Junior Deniz Bindemann bei zwei Mittelstürmern bessere Karten hat, ist offen. Der Youngster werde jedoch „ganz sicher noch viele Chancen bekommen“, so der Coach. „Die Erwartungshaltung ist natürlich gestiegen. Aber er ist jung, war verletzt – und hat seine Tore viel öfter vom linken Flügel aus oder auch als Joker gemacht.“ Vielleicht schlägt seine Stunde ja schon im Rheinland wieder.

SCP: Schulze Niehues – Ziegele, Scherder, Hoffmeier – Hemmerich, Remberg, Holtby, Thiel – Schwadorf – Langlitz, Wegkamp

Liveticker aus dem Südstadion ab 19 Uhr: wn.de/scp

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