Wolfsburger Trainerdebatte

Schmadtke: Möglicher Glasner-Rauswurf «nie eine Diskussion»

Wolfsburg (dpa) - Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg hat nach dem knappen Pokal-Erfolg gegen Schalke 04 mit der Mär aufgeräumt, dass Trainer Oliver Glasner noch im November wegen der Dissonanzen in Transferfragen vor dem Rauswurf stand.

dpa

Sind mit Wolfsburg auf Kurs Champions League: Sportchef Jörg Schmadtke (r)und Trainer Oliver Glasner. Foto: Guido Kirchner

«Oliver Glasner hat sich über Transfers geäußert und danach Luft für Spekulationen gegeben. Daraus hat die Presse gemacht, dass Schmadtke den Glasner rauswirft. Das war nie eine Diskussion», sagte der erfahrene Fußball-Manager bei «Sport1».

Ihm gehe «die Diskussion auf den Sack, dass ich nach 20 Jahren Managertätigkeit mit Trainern diskutiere oder mit denen nicht freundschaftlich verbunden bin», sagte Schmadtke weiter. «Es ist besser, wenn man freundschaftlich verbunden ist, aber man muss es nicht sein. Es ist keine logische Gleichung, zu sagen, dass bei Harmonie zwischen Trainer und Management Erfolg da ist. Umgekehrt heißt Disharmonie nicht gleich kein Erfolg. Es geht um sachliche Themen, zu denen man sich austauscht und um Arbeitsfelder, die jeder zu bearbeiten hat. Daran sollte man sich halten.»

Glasner hatte sich im November enttäuscht darüber geäußert, dass der Club vor dieser Saison nicht noch einen weiteren Offensivspieler verpflichtet hat. Schmadtke reagierte darauf verärgert und bat den Trainer zu einem Gespräch. Dabei ging es aber nicht um das Verhältnis zwischen den beiden, sondern um die Frage, wer sich öffentlich zur Kaderplanung äußert. Mittlerweile haben sich die Wolfsburger in der Bundesliga auf Platz drei verbessert und im DFB-Pokal durch den 1:0-Sieg gegen Schalke das Viertelfinale erreicht.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-295951/3

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