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Fußball: Regionalliga West

Preußen holen sich die Power im Spiel

Münster

Die Preußen sind auf Kurs. Vier Siege in vier Testspielen sind kein Zufall. Joshua Holtby und Gerrit Wegkamp erläutern den Stand der Vorbereitung. Reines Laufen ist nicht mehr angesagt, die Fitness holt sich die Mannschaft am liebsten im Wettkampf.

Von Thomas Rellmann

Joshua Holtby (l.), der hier Jules Schwadorf beglückwünscht, mag die Art der Vorbereitung in diesem Jahr. Foto: Jürgen Peperhowe

Auf der Tribüne saß der Meistertrainer von 2004. Thomas Schaaf hatte nicht als Technischer Direktor von Werder Bremen Platz genommen, den Job hat er seit einem Monat nicht mehr. Er war der Einladung seines Freundes Bernd Pfeifer gefolgt, neuerdings erfahrenster Teil der Scouting-Abteilung von Preußen Münster. Beide sahen einen gut strukturierten Gastgeber, der verdient 1:0 (0:0) gegen die grün-weiße Reserve gewann.

„Vielleicht waren einige aufgeregt, weil mal wieder mehr Publikum da war“, sagte Joshua Holtby. „Aber wir haben trotzdem gezeigt, dass wir richtig gut sind, auch wenn wir an einigen Stellschrauben drehen müssen.“ Etwas vorsichtiger formulierte es Gerrit Wegkamp, der erstmals nach seinem Hexenschuss vor acht Tagen 90 Minuten spielte: „An der Feinabstimmung müssen wir noch intensiv arbeiten. Dafür haben wir ja noch mehr als zwei Wochen.“

Gerrit Wegkamp

Der Versuch mit ihm als Mittelfeldspieler nach der Pause war eher der gewollten Belastung geschuldet als ein Probelauf, wie er sich mit Angreiferkollege Jan Dahlke auf dem Platz versteht. „Es geht darum, dass ich mir die Power hole, die sicher noch fehlt.“ Auch wenn viele Rädchen beim SCP schon ineinandergreifen, spielen konditionelle Aspekte eine Rolle.

Holtby beschreibt den Weg so: „Wir werden in der Vorbereitung nicht nur gepeitscht und gepeinigt. Es ist eine gute Steuerung, eine saisonnahe Beanspruchung. Fitness holen wir uns im Spiel, viel mit dem Ball, nicht nur durch stumpfes Laufen. Keiner ist mega-müde, es pendelt sich langsam ein. Auch wenn einige sicher öfter ran müssen.“ Wie etwa mangels Innenverteidiger-Alternativen Simon Scherder und Marcel Hoffmeier.

„Das Gute ist, dass das bei uns alle annehmen“, findet Wegkamp. „Egal, ob sie nur eine Halbzeit dabei sind oder voll durchhalten müssen.“ Sein Credo: „Wir kriegen es eh nur als Mannschaft hin.“

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