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Fußball: Regionalliga West

Nun geht es auf NRW-Tour für Preußen Münster

Düsseldorf/Münster

Preußen Münster nimmt Schwung mit aus dem 6:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf II. Doch der November hat es in sich mit vier Gastspielen bei Fortuna Köln, RW Ahlen, Schalke 04 II und SG Wattenscheid – und nur einer Heimpartie gegen den Wuppertaler SV.

In Düsseldorf auf der linken Abwehrseite ohne Fehl und Tadel: Alexander Hahn Foto: Jürgen Peperhowe

Der Sieg am Flinger Broich war schon ein besonderer. Der SC Preußen Münster gewann mit 6:1 bei Fortuna Düsseldorf II, es war eine der griffigsten Leistungen des Fußball-Regionalligisten in dieser Saison vor 967 Zuschauern. So weit, so stark. Rein sportlich betrachtet eine Gala der Preußen.

Ein paar Kilometer weiter gewann vor 2448 Zuschauern RW Ahlen überraschend 3:2 bei RW Oberhausen. Das war, rein sportlich betrachtet, eine Art nette Nachbarschaftshilfe für den SCP von den Rot-Weißen.

Ausschreittungen im Essener Hauptbahnhof

Nicht so schön, besser gesagt eine Zumutung war, dass Teile aus beiden Fan­szenen auf der Rückreise in Essen am Hauptbahnhof aufein­andertrafen. Der Bahnhof musste „temporär“ von der Polizei geschlossen werden. Gegen 17.30 Uhr kam es zwischen rund 180 Fans zu Auseinandersetzungen, es flogen Gegenstände, es gab Schlägereien, vier Polizeibeamte wurden im Zuge der Randale verletzt. Züge konnten zudem nicht in den Bahnhof einfahren, andere Essens HBF nicht verlassen, die Beeinträchtigungen waren bis 21.30 im Fernverkehr zu spüren. Und auch darauf wurde von Polizei­seite, die massiv einschreiten musste, um die Situation zu beruhigen und die Fan-Lager zu trennen, Wert gelegt: Anhänger von RW Essen waren nicht in die Aktionen verwickelt.

Sportchef Niemeyer zufrieden

Zurück zum Sport: Peter Niemeyer sah eine SCP-Mannschaft, die die Schwierigkeiten der letzten Regionalliga-Partien mit einem Federstrich vergessen machen wollte. „Das war richtig stark in der ersten Halbzeit“, befand Münsters Sportchef. Und fügte an: „Das war eine schöne Reaktion unserer Mannschaft auf die Spiele der letzten Wochen. Das ist das, was wir uns vorstellen als Fußball unserer Mannschaft.“

Es war zwar kein Sieg für die Rekordlisten, aber selten hat der SCP in den vergangen Jahren so hoch gewonnen, schon gar nicht in einem Auswärtsspiel.

Kok ist einer der großen Gewinner

Und die schwachen Resultate der letzten Wochen in Aachen (2:4), in Oberhausen (2:3) sowie das 1:1 im eigenen Stadion gegen Auf­steiger 1. FC Kaan-Marienborn waren vielleicht nicht vergessen, sondern zumindest weit in den Hintergrund gedrückt worden.

Großer Gewinner des Spieltages war jedenfalls Thomas Kok. Der Niederländer übernahm die Rolle des Abwehrchefs in der Dreierkette wie selbstverständlich. Zudem zeigte sich auch Niko Koulis, Neuzugang von Holstein Kiel, deutlich aufgeräumter auf der rechten Position in der Dreierkette. Gemeinsam mit Alexander Hahn war das eine bemerkenswerte Partie. Die Umstellung von Viererkette auf drei Verteidiger als letzte ­Linie hatte funktioniert.

November mit vier Auswärtsspielen

„Man sieht, dass wir eine Reihe von Möglichkeiten im Kader haben“, befand Niemeyer. Die Systemumstellung, die Chefcoach Sascha Hildmann beim zähen 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Düren angeschoben hatte, wurde in Düsseldorf mit Leben gefüllt. Aber, und auch das sagt Niemeyer: „Das war nur der Aufgalopp. Der November hat es für uns in sich mit Spielen gegen Fortuna Köln, Wuppertal, Ahlen, Schalke und Wattenscheid.“ Vier Gastspiele stehen auf der Agenda, nur ein Heimspiel gegen Wuppertal. Den Schwung aus Düsseldorf wollen die Preußen aber auf jeden Fall auf die Tour durch NRW mitnehmen.

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