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Fußball: Regionalliga West

Top-Scorer Deters hofft mit Preußen auf seinen dritten Aufstieg

Münster

Thorben Deters hatte ein kurzes Tief zu überstehen. In die Rückrunde kam der Top-Transfer von Preußen Münster nur schleppend, auch weil er mehrmals angeschlagen war. Mit seinem Treffer gegen Bonn hat er sich wieder auf Platz eins der internen Torjägerliste geschoben. Und wie man aufsteigt, weiß er auch.

Von Alexander Heflik

Münsters bester Scorer in dieser Saison: Thorben Deters erzielte schon zehn Tore und bereitete fünf vor. Fingerfertigkeit zeigt er auch beim Jubel mit Nicolai Remberg (kleines Bild) Foto: Jürgen Peperhowe

Als Thorben Deters im Sommer des vergangenen Jahres vom VfB Lübeck zum SC Preußen gewechselt war, ging keiner vom „Königstransfer“ der Adlerträger aus. Nun gut, er kam aus der 3. Liga, aber ja, sein Club war abgestiegen. Dann schlug Deters voll ein, gerade in der frühen Phase der Saison fiel nicht selten die Phrase von einer „Weltklasse-Aktion“, wenn der 26-Jährige zum Abschluss kam. Mittlerweile steht Deters bei zehn Torerfolgen und fünf Vorlagen, ein richtig starker Wert – zumal er auch nur 23 Partien bestreiten konnte.

Meister mit Meppen

Aber Deters hat vielen aktuellen Preußen-Spielern noch eine andere Erfahrung voraus. Er hat schon zweimal eine Meisterschaft gewonnen und den Aufstieg geschafft. Mit der A-Jugend des SV Meppen stieg er in die A-Junioren-Bundesliga Nord auf. Und dann stieg er mit dem SV Meppen in die 3. Liga auf, das war 2017. „Das waren geschlossene Mannschaftsleistungen“, verrät Deters eigentlich kein großes Geheimnis. Aber genau das, glaubt er, werde auch entscheidend im aktuellen Titelrennen der Regionalliga West sein.

Seine Zeit in Münster begann furios, auch eine Verletzung schien ihn nicht zu stoppen. Er kam zurück und schien RW Essen im Hinspiel im Alleingang bezwingen zu können, mit einem Doppelpack zum 2:0 – doch Essen drehte die Partie nach der Pause zu einem 3:2-Auswärtssieg in Münster. Für Deters war die Partie nach 36 Minuten beendet. Nach seiner Rückkehr ins Team ging es im Herbst und Winter etwas ruhiger zu, doch eine Corona-Pause scheint der 26-Jährige nun wieder zur Bestform zu gelangen.

Heiße Aktie in der Spielerbörse

Deters ist ein junger Mann, der eigentlich tief verwurzelt in Meppen ist. Beim SVM durchlief er alle Stationen als Junior, später spielte er auch in der Erstvertretung. Sein Vater Bernd, ein Abwehrspieler, ist dabei so etwas wie eine Vereinslegende im Emsland. Je nach Lesart kommt er auf 492 Partien für den SVM laut transfermarkt.de oder 524 nach Ansicht von Wikipedia. 524 Spiele mit 42 Toren zwischen 1980 und 2000 sind eine Hausmarke. Sohnemann Thorben wird das nicht mehr erreichen, nicht in Meppen, nicht in Münster. Aber Deters könnte seinen dritten Aufstieg perfekt machen, diesmal mit dem SCP. Klappt es nicht in dieser Saison, dann halt ein Jahr später im Sommer 2023. Sein Vertrag läuft dann aus, seine aktuellen Werte machen ihn zu einer heißen Aktie in der Spielerbörse. 15 Scorerpunkte in 23 Einsätzen, das ist schon stark. Deters hätte nichts dagegen einzuwenden, bereits in diesem Sommer die große Aufstiegssause zu feiern.

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