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Turnier in Katar

Baerbock betont zur Fußball-WM Bedeutung der Menschenrechte

Paris (dpa)

Außenministerin Annalena Baerbock hat zur umstrittenen Fußball-WM in Katar die Bedeutung der Menschenrechte hervorgehoben.

Von dpa

Deutschlands Außenministerin spricht nach der Abschlusszeremonie vom UN-Klimagipfel COP27 bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa

«Unsere Welt basiert auf Menschenrechten und deswegen sind Menschenrechte unteilbar. Das gilt für Klimakonferenzen genauso wie für große Sportereignisse», sagte die Grünen-Politikerin am Rande eines Besuchs in Paris auf die Frage eines Journalisten, ob sie die WM in Katar trotz der Menschenrechtsverletzungen in dem Land ohne Bauchschmerzen verfolge. Baerbock forderte, die Menschenrechte sollten «auch für die Vergaben bei allen solchen großen, großen Konferenzen und Ereignissen gelten».

Zugleich gelte, «dass Sportlerinnen und Sportler, wenn sie an solchen Ereignissen teilnehmen, nicht dafür bestraft werden dürfen, wenn politisch andere Dinge falsch laufen», sagte die Ministerin. «Und deswegen drücke ich natürlich, und zwar nicht nur dem deutschen Team, sondern allen, die Daumen.» Baerbock bekannte: «Ich bin ein großer Fußballfan.» Auch beim Fußball werde unterstrichen: «Wenn man jedem in der Gesellschaft eine Chance gibt, wenn man auf die volle Vielfalt seines eigenen Landes setzt, nur dann kann man die größten Sportstars hervorbringen.»

Man werde sicherlich tolle Momente auch bei dieser WM erleben, sagte Baerbock. Ob sie das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Japan an diesem Mittwoch anschauen könne, sei wegen möglicher Termine noch offen. Die deutsche Mannschaft sei allerdings nicht nur gut trainiert angereist. Sie habe vielmehr bei der Anreise auf ihrem Flugzeug mit einer deutlichen Botschaft «gleich zu Beginn ein Zeichen gesetzt, dass gerade auch die Welt des Sports von Vielfalt und von starken Menschenrechten lebt», lobte Baerbock.

Bei der Anreise der Nationalmannschaft zierte das Flugzeug der Slogan «Diversity Wins» («Diversität siegt») - eine vom DFB und seinem Partner Lufthansa gewählte gesellschaftspolitische Aussage. Auf dem Rumpf der Maschine waren Figuren mit unterschiedlicher Hautfarbe Arm in Arm zu sehen. Damit werde eine «Botschaft in die Welt» getragen, hatte der DFB betont.

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