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Fußball-WM in Katar

Suárez trifft auf Ghana: «Gewohnt, zu kämpfen und zu leiden»

Al-Wakra (dpa) -

Was wäre das für eine Genugtuung, wenn Ghana Luis Suárez von der WM-Bühne schießt. Der Stürmer glaubt fest an ein Comeback von Uruguay. Doch dazu muss das gelingen, was bislang in Katar nicht glückte.

Christian Kunz, Tom Bachmann und Carsten Lappe, dpa

Mit Uruguays Luis Suárez hat Ghanas Trainer Otto Addo noch eine Rechnung offen. Foto: Tom Weller/dpa

Zwölf Jahre nach einem denkwürdigen Kapitel in der WM-Geschichte will sich Luis Suárez beim Wiedersehen von Uruguay mit Ghana auf keinen Fall von der Turnier-Bühne verabschieden.

«Wir sind es gewohnt, zu kämpfen und zu leiden. Wir wachsen an der Herausforderung», sagte der 35 Jahre alte Stürmer vor dem heutigen Alles-oder-Nichts-Spiel (16.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Al-Dschanub-Stadion. Bei einem Aus dürfte die Weltmeisterschaftskarriere von Suárez beendet sein.

Portugal ist in der Gruppe H durch, Ghana würde ein Punkt reichen, wenn Südkorea nicht gegen Cristiano Ronaldo & Co. gewinnt. Uruguay muss gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. In jedem Fall reicht ein Sieg, wenn Südkorea nicht gegen Portugal gewinnt. «Wir sind immer noch am Leben. Wir haben eine große Möglichkeit, im Turnier zu bleiben», sagte Trainer Diego Alonso über sein bislang torloses Team. Diese Bilanz muss sich ändern, um ins Achtelfinale einziehen zu können.

Ghana will Uruguay aus dem Turnier schießen

Bei der WM in Südafrika im Jahr 2010 verhinderte Suárez mit einem Handspiel auf der Linie kurz vor Ende der Verlängerung ein Tor und wurde vom Platz gestellt. Asamoah Gyan verschoss den Strafstoß - Ghana verlor das anschließende Elfmeterschießen und schied aus. Dafür müsse er sich nicht entschuldigen, sagte der frühere Angreifer des FC Liverpool, dem FC Barcelona oder Atlético Madrid. Er sei mit Rot bestraft worden, Ghanas Spieler habe den Elfmeter verschossen und nicht er. «Dafür trage ich keine Verantwortung», sagte er.

Umso größer dürfte trotzdem die Genugtuung sein, wenn Ghana Uruguay aus dem Turnier schießt. Zwar versuchte Trainer Otto Addo, den Druck aus der Partie zu nehmen, aber bei den Fans ist die damals als «Hand des Teufels» benannte Aktion immer noch präsent, stärker als bei manchem Spieler.

«Ich war damals noch sehr jung», sagte der heute 29-jährige Thomas Partey und mochte den Vorfall nicht besonders thematisieren. «In einem Fußballspiel kann alles passieren. Wir hatten die Chance durch einen Elfmeter, aber der ist nicht reingegangen», sagte Ghanas Mittelfeldspieler. Man habe einen Plan für das Wiedersehen. Und der dürfte beinhalten, dass Suárez heute zum letzten Mal auf der WM-Bühne steht.

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