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Fußball: Bezirksliga

Kobbo Tecklenburg hat den Saisonstart vergeigt - und will gegen Gelmer in die Spur kommen

Tecklenburg

Nach zwei Auftaktpleiten muss Kobbo Tecklenburg nun gegen Grün-Weiß Gelmer ran. Als wäre der Saisonstart nicht schon schwierig genug, muss der TuS nun auch noch auf seinen rotgesperrten Spielertrainer Julian Lüttmann verzichten.  

Von Camillo von Ketteler

Spielertrainer Julian Lüttmann (rechts) kann am Sonntag nicht mithelfen – er fällt gegen Gelmer rotgesperrt aus. Foto: Jörg Wahlbrink

Bitterer kann ein Saisonstart kaum verlaufen: Bekam der TuS Graf Kobbo Tecklenburg am ersten Bezirksliga-Spieltag beim TuS Recke erst in der 90. Spielminute den entscheidenden Gegentreffer zum 2:3, war es eine Woche später die 85. Minute, die beim Heimspiel gegen Bösensell die erneute 2:3-Niederlage besiegelte. „Das ist natürlich denkbar ungünstig gelaufen“ sagt Spielertrainer Julian Lüttmann, unter dem 2020 zusammen mit Coach Klaus Bienemann der erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga gelang. „Sechs dumme Gegentore nerven gewaltig, null Punkte nach zwei Spielen ebenso“, konstatiert der ehemalige Fußball-Profi.

Als nächstes geht es nach Gelmer

Kobbo grüßt nach den zwei Auftaktniederlagen von Platz 15. „Einen Saisonstart stellt man sich natürlich anders vor“, sagt Lüttmann, der zu allem Überfluss am vergangenen Wochenende gegen Bösensell auch noch kurz vor der Halbzeit die Rote Karte sah. „Ziemlich zweifelhaft“, wie der 39-Jährige findet, zumal er nicht glaube, "dass wir mit elf Spielern verloren hätten.“ Nun fällt er aus, wenn es am Sonntag (15 Uhr) zu Grün-Weiß Gelmer geht. Der Tabellensechste wird am Sonntag mit dem Rückenwind eines 5:0-Erfolgs beim SC Hörstel auflaufen. „Gelmer ist extrem kampfstark, wir werden aber versuchen, alles dagegenzusetzen“, blickt Lüttmann auf den Gegner. In der Vergangenheit seien es immer ex­trem enge Partien gegen die Grün-Weißen gewesen. „Das ist eine Mannschaft, die über den Kampf und über die Physis kommt – das müssen wir annehmen“.  Neben der Aufarbeitung der „dummen“ Gegentore, sei der Fokus unter der Woche daher auf die physische Komponente gelegt worden. Auch das Zweikampfverhalten wurde in den Blick genommen.

Schnell zurück in die Spur finden

Das oberste Ziel der Tecklenburger muss es nun sein, den schlechten Start in die Saison zu korrigieren. „Punktemäßig stehen wir nach dem Auftakt natürlich ganz woanders, als wir uns eigentlich selber sehen“, sagt Lüttmann und gibt den Kurs vor: „Es gilt nun, sich schnellstmöglich dort einzuordnen, wo wir hingehören. Ich sehe uns eigentlich schon im oberen Mittelfeld, das sollte absolut realistisch sein.“ Am Sonntag gibt es in Gelmer die Chance zum ersten Schritt. Neben dem rotgesperrten Lüttmann kann dabei auch Gianluca Hoge nicht mithelfen, er verletzte sich gegen Bösensell. Ein Einsatz von Jost Knippenberg ist zudem noch fraglich.

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