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Fußball: Westfalenligist

Bei GW Nottuln drohen in Theesen erste Härtefälle - auch für Spieler, "die nicht damit rechnen"

Nottuln

Spiel zwei für Nottulns neuen Coach Roland Westers: Am Sonntag (15 Uhr) trifft der Westfalenligist in Bielefeld auf den VfL Theesen. Weil ein Trio zurückkehrt, könnte es in der Defensive personelle Überraschungen geben.

Von Thomas Austermann

GWN-Kapitän und Abwehrchef Andre Kreuz: Er und seine Mitstreiter haben erst vier Gegentore zugelassen – Liga-Rekord. Foto: Johannes Oetz

Von der Ausbeute her feierte Neu-Trainer Roland Westers einen Einstand nach Maß bei seiner Premiere mit Westfalenligist GW Nottuln. Dass beim 1:0 über Herford fußballerisch noch Luft nach oben blieb, dürfte niemanden verwundert haben. „Gerade, was den Zug zum Tor angeht“, konstatierte der Gieseler-Nachfolger realistisch. Sonntag reist Westers mit einem deutlich besser bestückten Kader nach Bielefeld zum VfL Theesen.

Dessen Geschicke steuerte Trainer Andreas Brandwein bis zum Sommer stolze 16 Jahre lang, ehe er aus freien Stücken ging und von Engin Acar beerbt wurde. Brandwein ging als Co-Trainer nach Espelkamp und wurde wie berichtet dort gerade erst Chefcoach für den entlassenen Tim Daseking. Auch wenn Westers sein Netzwerk an Gesprächspartnern, zu denen Mesums Marcel Langenstroer ganz vorne zählt, wieder aktiviert hat, „kann ich mir einen Anruf bei Andreas schenken. Über seine alte Mannschaft gibt der keine Infos heraus. Ich würde genauso handeln.“

Westers: "Ich bin kein Konzepttrainer"

Westers verhehlt nicht, dass der Wechsel in Nottuln thematisiert wird. „Das alles totzuschweigen geht auch nicht – intern wird darüber gesprochen.“ Es könne auch sein, dass zunächst Auswirkungen auf die Darbietungen spürbar seien. „Ein neuer Trainer bringt immer Neuerungen mit.“ Im stehe es nicht zu, eine grundsätzliche Einschätzung zum Fall zu geben. „Was ich sagen kann ist, dass der Fitnesszustand der Elf bestens ist. Ich versuche, den Jungs den Blick nach vorne näher zu bringen. Und ich habe schnell gemerkt, dass die Elf eine echte Qualität besitzt und vor allem einen ganz feinen Charakter.“

Einen Westers-Stil als solchen gebe es übrigens nicht. „Ich bin kein Konzepttrainer, der durchdrücken will, was er im Kopf hat. Ich schaue auf die Stärke des Kaders.“ Also werde er mit GWN einen anderen Fußball spielen als zuvor jahrelang mit Borussia Emsdetten. Zumal der Kader „ein paar mehr defensive Typen und ein paar weniger offensive“ aufweise, müsse er sich danach ausrichten. Den richtig klaren Fußball eigener Prägung möchte Westers gerne mit der Zeit entwickeln. Das klare Plus der Truppe ist auch in Zahlen ablesbar – nur vier Gegentreffer sind Liga-Bestwert. „Wir haben ballsichere und im Passspiel starke Spieler im Zentrum. Die Qualität wollen wir natürlich gerne ausnutzen.“

Wenning, Toka und Gerick kehren zurück

Da nun mit Max Wenning, Dickens Toka und Josse Gerick drei Spieler zurückkehren, die zuletzt nicht einplanbar waren, erhöht sich die Anzahl der Alternativen. Die Konkurrenz wächst intern. „Es kann gerade im defensiven Bereich erste Härtefälle geben, wenn jemand auf die Bank muss, der damit nicht rechnet. Ich kann das jedem genau erklären.“ Und Westers weiß zu gut, „dass es entscheidend sein kann, wie die Spieler künftig mit diesen Entwicklungen umgehen können.“

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