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Unentschieden gegen Eintracht Oberlübbe

09-Damen nicht clever genug

Greven

Die Handballerinnen des SC Greven 09 standen dicht vor ihrem ersten Sieg in der Verbandsliga. Doch am Ende reichte es nur zu einem Punkt beim 25:25-Unentschieden gegen Eintracht Oberlübbe. Die Grevenerinnen boten dabei in eigener Halle zunächst eine sehr starke Leistung, doch am Ende ging dem Team die Puste aus. Das Tor zum Unentschieden fiel dann Sekunden vor der Schlusssirene.

Von Heidrun Riese

Der Einsatz stimmte, doch am Ende stand nur eine Punkteteilung bei den Handballerinnen des SC Greven 09. Foto: Heidrun Riese

Wie einen Sieg bejubelte der TuS Eintracht Oberlübbe die 25:25 (16:10)-Punkteteilung mit den Verbandsliga-Handballerinnen des SC Greven 09, für die das Ergebnis eine herbe Enttäuschung war. Der Aufsteiger hatte am in der Rönnehalle fast die ganze Zeit über die Nase vorne, führte streckenweise sogar mit großem Vorsprung. „In den letzten Minuten waren wir viel zu hektisch, haben überhastet agiert und uns dadurch auch zu viele technische Fehlergeleistet“, analysierte Daniel Geers, der die Mannschaft zusammen mit seiner Frau Miriam trainiert, den Spielausgang. „Ansonsten haben die Mädels definitiv eine super Einstellung gezeigt“, betonte er. „Am Ende hat nur die Cleverness gefehlt.“

Sina Hübenthal, die mit insgesamt zehn Toren treffsicherste Grevenerin war, setzte mit ihren beiden Treffern zum 2:0 (3.) gleich ein Ausrufezeichen. Dass die Gäste anschließend auf 2:2 (7.) herankamen, juckte die 09-Damen nicht. Bei ihnen klappte alles wie am Schnürchen: Helena Schwitte brachte das Heimteam von Rechtsaußen wieder in Front, Lenja Noetzel vereitelte mit einer von vielen Glanzparaden einen Gegentreffer, Pia Overhageböck verwandelte einen Siebenmeter und Kathalena Essers erhöhte von Halblinks auf 5:2 (11.).

Bei den vielen guten Aktionen fiel es nicht schwer, auch mal einen vergebenen Strafwurf oder einen ungenauen Pass zum Tempogegenstoß zu verzeihen. Vor allem stimmten Konzentration und Einsatzbereitschaft, wie sich beim 10:7 (22.) deutlich zeigte: Oberlübbe fing einen SCG-Abpraller ab, trug den Ball schnell nach vorne, wo die Grevenerinnen ihn zurückeroberten und Sina Hübenthal per Gegenstoß vollendete.

Generell war die Begegnung von einem hohen Tempo geprägt. Wobei sich die 09-Damen auch im positionellen Angriff durchzusetzen wussten, wie Pia Overhageböck unterstrich, als sie von Linksaußen zum 16:10-Halbzeitstand traf.

Nach der Pause erhöhten die Grevenerinnen sogar noch um zwei Treffer auf 18:10 (34.), ihre höchste Führung beim Heimdebüt in der Verbandsliga. Eine ganze Weile konnten sie Oberlübbe noch auf Abstand halten, lagen mit 20:13 (40.) und 22:16 (46.) immer doch klar vorne. Nach einer TuS-Auszeit (48.) kassierten die 09-Damen dann drei Tore in Folge zum 22:19 (52.). Pia Overhageböck von Linksaußen und Sina Hübenthal per Tempogegenstoß bauten die Führung noch einmal auf 24:19 (53.) aus, doch dann verlor das Heimteam den Faden und musste 14 Sekunden vor Schluss nicht nur die Disqualifikation von Kathalena Essers durch die dritte Zeitstrafe hinnehmen, sondern auch den letzten Gegentreffer zum 25:25-Unentschieden.

„Wir haben uns leider nicht belohnt, wir hätten es verdient gehabt“, verstand Daniel Geers die Enttäuschung seiner Spielerinnen nur zu gut. „Aber darauf können wir sicherlich aufbauen.“

SC Greven 09: Noetzel, Schulte-Altedorneburg - Hübenthal (10), Overhageböck (4/1), Essers (3/1), Socha (3/1), Langkamp (2), Ortmeier (1), Schwitte (1), Lamboury (1), Lake, Suwelack, Peppenhorst, Post, Goldstein.

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