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Fußball: Bezirksliga

09 wechselt in die Rolle des Jägers

Fußball

Es läuft noch nicht rund beim SC Greven 09. Der Bezirksligist muss in der kommenden Woche gleich dreimal ran.

Von Martin Weßeling

Die Abschluss-Qualität bei Nicolas Kriwet und seinen Kollegen ließ bislang zu Wünschen übrig. Chancen hatten sich die 09-er reichlich herausgespielt, diese nur nicht genutzt. Foto: Sven Thiele

Die Saison in der Bezirksliga ist für die allermeisten Mannschaften nicht unbedingt ein Kindergeburtstag. Vor allem dann nicht, wenn kaum ein Fußballer sicher sagen kann, wie es um den eigenen Leistungsstand bestellt ist. Der SC Greven 09 macht da keine Ausnahme. Klar – die Mannschaft von Marcel Pielage ist mit hohen Ambitionen in die Spielzeit 2021/22 gestartet und wurde von den allermeisten Kontrahenten auf das Favoritenschild gehoben. Doch gerade aus diesem Blickwinkel ist die Fallhöhe hoch und der Aufprall besonders schmerzhaft. Oder wie es Coach Pielage formiert: „Vielleicht ist es ja viel besser für uns, jetzt erst mal nicht mehr der Gejagte zu sein, sondern vielmehr der Jäger.“

Zwei Siege, zwei Niederlagen – zuletzt das ganz bittere 2:4 gegen den TuS Recke am vergangenen Freitag. Die Bilanz hätte deutlich besser ausfallen können für die Grevener, doch an seiner Philosophie möchte Marcel Pielage nicht rütteln. Ein Großteil der bisherigen Gegentore resultierte aus individuellen Fehlern, einem Gemisch aus Leichtfertigkeit und einem Spritzer Arroganz. Auf der anderen Seite fehlte den 09-ern bislang einfach die Kaltschnäuzigkeit, um die vielen Chancen auch zu siegbringenden Toren umzumünzen. „Ich muss das ja aus Trainersicht beurteilen. Und da lässt sich eindeutig feststellen, dass wir fußballerisch vieles richtig machen und uns etliche Tormöglichkeiten erarbeiten. Sie dann nicht zu nutzen, ist eine andere Sache“, erklärt der neue 09-Trainer. „Insofern haben wir auch gegen Recke gezeigt, wie man sich selbst schlägt. Statt zur Pause klar zu führen, helfen wir dem Gegner quasi mit zwei Eigentoren. So kann man natürlich keine Spiele gewinnen.“

Im Prinzip haben die Grevener in der kommenden Wochen auf jeden Fall genug Möglichkeiten, an ihrem Spiel zu feilen. Am Dienstag, 23. September, steht das Kreispokalspiel beim SC Türkiyem Münster auf dem Programm. Anstoß ist um 19.45 Uhr in Münster. Am Donnerstag folgt die zweite Runde im Westfalenpokal gegen Türkspor Dortmund (Landesliga). Anpfiff ist in Greven um 19.30 Uhr. Am darauf folgenden Sonntag gastiert der SV Burgsteinfurt zum Meisterschaftsspiel in Greven. Pielage: „Die Meisterschaft hat natürlich Vorrang. Aber das Westfalenpokalspiel ist auch von großem Interesse. Dortmund ist gefühlt ein guter Westfalenligist. Mal sehen, wie es laufen wird.“

Auf die Gebrüder Bernd und Peter Lakenbrink müssen die 09-er jedenfalls verzichten – beide fallen verletzungsbedingt für einige Wochen aus.

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