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Fußball: Warum Patrick Fechtel für den Bezirksligisten SC 09 so wichtig ist

An Sonntagen wie diesen

Greven

Diesmal macht es der SC Greven 09 nicht so spannend. Gegen Westfalia Kinderhaus II sorgt die Mannschaft trotz personeller Schwierigkeiten schneller als gedacht für klare Verhältnisse. Ein Mann hängt sich ganz besonders rein.

Von Sven Thiele

Dreh- und Angelpunkt beim 3:0-Heimerfolg des SC Greven 09: Patrick Fechtel. Foto: th

Es gibt diese Tage, an denen wissen die Nullneuner einen Spieler wie Patrick Fechtel in ihren Reihen ganz besonders zu schätzen. Der 3:0-Heimerfolg gegen Westfalia Kinderhaus II am Sonntagnachmittag gehörte dazu. Es war ein Spiel, dem Grevens Sturmspitze seinen Stempel aufdrückte: als Vorbereiter und Torjäger. Und als erste Defensivkraft mit der Energie, jedem verlorenen Ball hinterherzueilen. 74 Minuten lang durfte Fechtel auf diese Weise dem Spiel die entscheidenden Impulse zu verleihen. Dann gönnte ihm sein Trainer den vorgezogenen Feierabend. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

Drei Punkte, ein deutlich sichtbares Übergewicht, was sich nicht allein in den Toren ausdrückte, und obendrauf kein Gegentreffer. Für die wie bereits in der Vorwoche personell gebeutelten Grevener fühlte sich das 3:0 wie ein perfekter Sieg an. Und den feierten die Elf, die sowohl ohne die Lakenbrink-Brüder als auch ohne ihren Kapitän Nils Wiethölter auskommen musste, ausgelassen. Nach der Hängepartie in Rheine (1:1) wirkte der Heimerfolg wie eine Art Befreiungsschlag.

Spielerisch, auch das sei gesagt, entsprach das Duell durchaus der Tabellenkonstellation. Mittelmäßig das, was beide Mannschaften über 90 Minuten zustande brachten. Abgesehen von den Toren.

Als Türöffner fungierte an diesem Sonntag Patrick Fechtel. Nach 28 Minuten löste sich Grevens einzige nominelle Spitze aus der Deckung und brachte den Ball von halblinks gekonnt im langen Eck unter.

Kinderhaus tat sich mit einer passenden Antwort schwer. Lukas Fiedler, in der vergangenen Woche umjubelter Schütze zum entscheidenden 1:1, verlebte diesmal einen ruhigen Nachmittag in seinem Kasten, der er für weite Ausflüge nicht verlassen musste. Die beiden Kinderhauser Torversuche (47. und 71.) entschärfte Fiedler souverän.

Lebendiger das Geschehen auf der Gegenseite. Dort besaß Patrick Fechtel in der 66. Minuten den richtigen Blick für den Mitspieler. Seine Vorlage drosch Christopher Klaas volley aus gut und gerne 20 Metern unhaltbar ins linke Eck. Sein Treffer war das Tor des Tages.

Sehenswert auch Grevens dritter Treffer, die endgültige Entscheidung. Vorbereitet, wie könnte es anders sein, erneut von Patrick Fechtel. Seinen direkt vor das Tor gezogenen Freistoß verstand Johannes Mennemeyer als Einladung zur Weiterleitung in die Maschen. Grevens vierter Saisonsieg war besiegelt und die Freude bei Trainer Yannick Bauer groß: „Das war ein sehr schöner, couragierter Auftritt, so wie ich mir das vorstelle.“

SC 09: Fiedler – Qoraj, Averbeck, Wolberg, Aufderhaar (80. Bohmert), Mennemeyer, Landas (63. Mikowsky), Zimmer (46. Branquinho), Liebert (87. Aileru), Klaas, Fechtel (74. Schug).

Tore: 1:0 (28.) Fechtel, 2:0 (66.) Klaas, 3:0 (73.) Mennemeyer.

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