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FLVW-Kreistag: Hans-Dieter Schnippe zum Ehrenvorsitzenden gewählt

„Das Beste kommt zum Schluss“

Reckenfeld

Die Tagung des Fußballkreises Steinfurt fand in diesem Jahr auf dem schmucken Vereinsgelände des SC Reckenfeld statt. Zum vorerst letzten Mal im Rampenlicht stand Hans-Dieter Schnippe. Der Vorsitzende gab sein Amt weiter, wurde im Rahmen der Veranstaltung jedoch zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Zudem standen Wahlen es neuen Vorstandes im Mittelpunkt des Abends.

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Der neue Vorstand des Fußballkreises Steinfurt.Hans-Dieter Schnippe (re.) Foto: Thomas Strack

Als die Würfel schon gefallen waren, die Delegierten Heinz-Gerhard Hüweler erwartungsgemäß einstimmig zum Nachfolger von Hans-Dieter Schnippe gewählt hatten und der Kreistag des Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) Steinfurt seinem Ende entgegenging, da haute der neue erste Vorsitzende noch eine Überraschung raus: „Das Beste kommt zum Schluss. Ich schlage hier der Versammlung vor, Hans-Dieter Schnippe zum Ehrenkreisvorsitzenden zu wählen. Die Ehre hat er verdient“, sagte Hüweler mit Blick auf seinen Vorgänger, der am Montagabend nach 34 Jahren im Amt altersbedingt ausschied.

Sichtlich gerührt nahm der Rheinenser neben der Urkunde auch einen Blumenstrauß für die Gattin entgegen, um sich im modernen Sportzentrum des SC Reckenfeld ein letztes Mal ans Publikum zu wenden: „Es ist schon eine besondere Ehre, dass ich diesen Kreis so lange vertreten durfte. All‘ die Jahre sagte meine Frau vor den Kreistagen zu mir, ,komm ja nicht wieder, ohne dass du gewählt wirst‘. Nun ist es gut gewesen. Ich habe einen guten Nachfolger gefunden.“

Und damit endete gegen 21 Uhr dann wirklich die dreieinhalb Jahrzehnte währende Schnippe-Ära, zu deren Ende sogar FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski extra aus Kaiserau angereist war. Auch er fand zum Abschied des 80-Jährigen warme Worte: „Zehn Legislaturperioden hat er die Geschicke des Fußballkreises Steinfurt bestimmt und ist darüber 80 Jahre alt geworden. Für mich war er stets ein Vorbild an Engagement und Verlässlichkeit.“

Aktuell 30 Fußballvereine sind im Kreis Steinfurt gemeldet, drei weniger als beim letzten Kreistag 2019. Negativ fiel auf, dass der FC Lau-Brechte, Matellia Metelen, FSV Ochtrup, die SG Elte und der SV Burgsteinfurt am Montagabend durch Abwesenheit „glänzten“ und keinen Vertreter entsandt hatten. Die SV Langenhorst-Welbergen fehlte, weil der Delegierte sich wegen eines positiven Coronatests kurzfristig entschuldigen musste.

Auf den Kopf 88 Seniorenteams sind im Spielbetrieb gemeldet. Für mehrere Mannschaften gibt es zur Saison 2022/23 neue Ansprechpartner: So scheidet Jörg Brandhorst auf eigenen Wunsch als Staffelleiter der Kreisligen B aus. Für ihn rückt Wilfried Helmer auf.

Dessen bisherige zwei C-Liga-Staffeln betreut dann Manfred Bröker. Für ihn nimmt sich dann Manfred Wietkamp der Frauen-Kreisliga an. Anstelle von Gerhard Rühlow übernimmt Sebastian Bülter das Amt des Kreis-Fußballobmanns und ist damit künftig die rechte Hand von Hüweler. Zu dessen Stellvertreter wählten die Vereinsvertreter Jürgen Lütkehaus, der als Kreisschiedsrichter-Obmann weitermacht. Neben Brandhorst schied auch Judith Finke auf eigenen Wunsch aus dem Kreisvorstand aus.

An ihrer Stelle kümmert sich künftig Ali Pish Been (FC Galaxy Steinfurt) koordinierend um die Vereins- und Kreisentwicklung. Ebenfalls Platz machte Hans-Dieter Puls (Altherren- und Altligaobmann). Seine Arbeit liegt nun in der Verantwortung von Josef Exler (SV Mesum).

Und dann beendete Heinz-Gerhard Hüweler das Delegiertentreffen mit letzten freundlichen Worten an Hans-Dieter Schnippe: „Heute geht eine Ära im Fußballkreis Steinfurt zu Ende. Ich habe immer gerne mit dir zu tun gehabt und wünsche dir alles Gute für deinen zweiten Ruhestand.“ Die Anwesenden im Reckenfelder Saal erhoben sich und applaudierten.

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