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Handball: 09-Damen bezwingen HSG Hüllhorst

Das Nervenkostüm sitzt

Greven

Das letzte Meisterschaftsspiel in der Verbandsliga avancierte für die Handballerinnen des SC Greven 09 noch einmal zu einer Zitter-Partie. Gegen die HSG Hüllhorst siegte die Sieben von Daniel Geers hauchdünn mit 31:30. Vor allem in der Schlussphase bewiesen die Grevenerinnen ein starkes Nervenkostüm und sicherten sich am Ende auch verdient beide Pluspunkte. Nun geht es in die kurze Pause.

Von Heidrun Riese

Knapp mit 31:30 siegte der SC Greven 09 gegenb Hüllhorst. Foto: Heidrun Riese

Mit einem knappen 31:30 (15:12)-Sieg über die HSG Hüllhorst verabschiedeten sich die Verbandsliga-Handballerinnen des SC Greven 09 in die Winterpause. „Wir hatten ein bisschen mehr Glück als Verstand“, räumte Daniel Geers ein. „Aber das brauchen wir auch mal.“

Tatsächlich verlangte das Schlusslicht seiner Mannschaft am Sonntagabend in der Rönnehalle eine Menge ab. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, betonte der Trainer. „Hüllhorst ist schon deutlich stärker, als der Tabellenplatz vermuten lässt.“

Angesichts dessen, was er im letzten Spiel des Jahres gesehen hat, wunderte es Geers, dass die Gäste bisher nur zwei Punkte auf der Haben-Seite verbuchen konnten: „Sie spielen schön schnell, im Angriff sehr körperorientiert, wollen ins Eins-gegen-Eins und können auch aus der zweiten Reihe werfen“, staunte er.

Entsprechend anstrengend war es für die 09-Damen in der Abwehr, während sie im Angriff zunächst strukturiert zu Werke gingen und sich die Fehler erst zum Ende der ersten Halbzeit häuften. „Wir haben dann wieder zu viel verworfen, auch frei durch, zu früh abgeschlossen und uns technische Fehler geleistet“, analysierte der SCG-Coach. „Dadurch haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht.“

So schafften es die Grevenerinnen zwar, nach einer ausgeglichenen Anfangsphase durch fünf Treffer in Folge von 7:8 (16.) auf 12:8 (23.) davonzuziehen und den Vorsprung mit dem 14:9 (25.) noch um ein weiteres Tor auszubauen, doch mit dem 15:12 (30.) wurde es zur Pause schon wieder enger. In der zweiten Halbzeit gelang es mit dem 18:14 (35.), wieder etwas mehr Abstand zwischen sich und den Gegner zu bringen, doch dann kam das HSG-Team beim 20:19 (39.) gefährlich nahe und schaffte mit dem 21:21 (42.) sogar den Ausgleich. Auch mit dem 26:22 (50.) und 29:25 (53.) gelang es den 09-Damen nicht, sich auf die sichere Seite zu bringen. Denn nur 40 Sekunden vor Spielende hieß es 30:30 (60.).

„Wir haben es geschafft, zum Schluss nicht hektisch zu werden“, freute sich Daniel Geers über die Nervenstärke, die das SCG-Team in der entscheidenden Phase zeigte.

In allerletzter Sekunde erlöste Sina Hübenthal ihre Mannschaft mit einem Treffer aus dem Rückraum zum 31:30-Endstand.

Ein Extra-Lob gab es auch für die beiden Torhüterinnen, Lenja Noetzel und besonders für Emma Schulte-Altedorneburg aus der A-Jugend, die durch einige starke Paraden in der Schlussphase einen wichtigen Beitrag zu diesem knappen Erfolg leistete. Genau wie Juliane Post, die sieben Strafwürfe verwandelte.

SC Greven 09: Noetzel, Schulte-Altedorneburg - Hübenthal (12), Post (7/7), Overhageböck (3), Socha (2), Lake (2), Ortmeier (1), Lamboury (1), Austermann (1), Essers (1), Meinke (1), Mikowsky, Peppenhorst.

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