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Kreisliga A: BG Gimbte startet gegen Hohenholte in die Saison

„Die Jungs sollen Spaß haben“

Gimbte

BG Gimbte startet in die neue Saison. Doch die Helmes-Elf hat mit einigen Unbekannten zu rechnen.

Von Martin Weßeling

Die Fußballer von BG Gimbte treffen am ersten Spieltag auf die Gäste aus Hohenholte und können das eigene Leistungsvermögen noch nicht genau einschätzen. Foto: Sven Thiele

Daniel Helmes hat in seiner langen Sport-Karriere schon alles mögliche gesehen – vor allem während seiner aktiven Laufbahn als Spieler. Deshalb kann den Trainer von Blau-Gelb Gimbte auch relativ wenig aus der Ruhe beringen. Helmes gibt sich betont unaufgeregt vor dem Start in die neue Spielzeit. Und der erfolgt am Sonntag in der Kreisliga A gegen GS Hohenholte.

Corona hat allen Amateur-Fußballern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, doch endlich rollt der Ball wieder. . .

Helmes: Stimmt, und darüber freuen wir uns auch sehr. Aber dennoch ist das alles ja eine große Wundertüte, auch für uns.

Wie ist das gemeint?

Helmes: Wir wissen ja gar nicht, wie lange die Saison laufen wird, ob sie überhaupt zu Ende gespielt wird. Und bei uns kann man halt kaum absehen, wie sich die Mannschaft präsentieren wird. Wir haben zuletzt gut trainiert, doch einige Spieler fehlen immer wieder. Es gibt halt große Unterschiede, was die Fitness angeht. Da muss ich abwarten, wie sich die Truppe präsentieren wird.

Keine leichte Konstellation für einen Trainer. . .

Helmes: Ach, wir müssen die Kirche ja auch mal im Dorf lassen. Das Taktische spielt jetzt keine so große Rolle. Was man immer verlangen kann, ist laufen und kämpfen. Und wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, der gewinnt in der Regel auch das Spiel. Das war schon immer so.

Sie halten also wenig von starren Systemen, an die sich die Spieler halten sollten?

Helmes: Diesen Begriff darf man auch wirklich nicht zu hoch aufhängen. Gerade im Amateurbereich. Im Fernsehen oder an der Tafel sieht das ja immer gut aus, aber die Realität spricht doch eine andere Sprache. Da bleibt von einem System oft nicht viel übrig, da kommt es auf andere Dinge an.

Dennoch werden Sie mit Ihrer Mannschaft ja grundlegende Ziele besprochen haben, was die kommende Saison angeht.

Helmes: Erst mal muss man ja sagen – hier sind wir im Hobbybereich. Es gibt Dinge, die wirklich wichtiger sind. Und bei uns muss man jetzt einfach abwarten, wie sich alles entwickelt. Die Jungs sollen Spaß haben und ihr Bestes geben. Wenn es dann mal nicht klappen sollte, akzeptiere ich das. Ein Saisonziel möchte ich aber erst einmal nicht ausgeben. Bei uns kommt es jetzt erst einmal darauf, das wir uns die entsprechende Wettkampfhärte holen. Wir brauchen nun diesen Rhythmus, den es zuletzt nicht gab. Und dann sehen wir, wie weit wir kommen. Ich rechne nicht damit, dass wir einfach durchmarschieren, aber ich rechne auch nicht damit, dass wir ganz nach unten durchrutschen. Dafür bin ich einfach zu optimistisch. Problematisch ist allerdings, dass wir nicht viel Zeit haben. Das wird wegen der kleinen Staffel eine kurze Saison. Da darf man nichts verschenken und muss sofort da sein.

Gilt das auch für das Auftaktspiel gegen Hohenholte?

Helmes: Ich konnte die Mannschaft beobachten, da gab es aber auch noch viel Leerlauf. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt.

BG Gimbte ist Ihre erste Station als Trainer, was hat sich für Sie persönlich verändert nach Ihrer Karriere als Spieler?

Helmes: In Nordwalde habe ich ja auch schon viel gemacht, so ganz unerfahren bin ich deswegen nicht. Hier in Gimbte war es früher so, dass die Mannschaft gerne vier Tore geschossen hat, aber dann auch mal sechs kassiert hatte. Die Jungs sind einfach gerne nach vorne gerannt. Das hat sich geändert. Ich will ein Spiel auch mal 1:0 gewinnen, daran mussten sich die Spieler erst einmal gewöhnen. Grundsätzlich geht es hier aber zunächst um den Spaß am Fußball. Den muss man auch als Trainer vorleben. Insofern meine ich, wir sind auf einem guten Weg.

BG Gimbte – SV GS Hohenholte (Sonntag, 15 Uhr, in Gimbte)

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