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Fußball: Warum der Pokalsieg des SCR gegen den SV Burgsteinfurt keine Sensation ist

Im Kollektiv überzeugt

Reckenfeld

Von Katerstimmung nach den Feierwochen beim A-Liga-Aufsteiger SC Reckefeld war am vergangenen Sonntag nichts zu spüren. Daheim am Wittlerdamm präsentierte sich der SCR nach der kurzen Pause in einer bemerkenswerten Verfassung. Und feierte sogleich den ersten Achtungserfolg in der neuen Saison.

Von Sven Thiele

Auf und davon: Kalle Hoffmann, der von Borussia Emsdetten nach Reckenfeld zurück gekehrt ist, ließ in seinem ersten Spiel für den A-Liga-Aufsteiger seine Klasse aufblitzen. Nur ein Tor blieb im am Sonntag verwehrt. Foto: th

Nach gerade einmal einer Woche Trainingsarbeit haben die erfolgsverwöhnten Reckenfelder Fußballer nahtlos an der Stelle angeknüpft, wo sie mit der B-Liga-Meisterschaft vor wenigen Wochen aufgehört haben. Mit gelungenem Kombinationsfußball, einer stabilen Abwehr und einer glänzend aufgelegten Offensive ließen die SCR-Kicker den favorisierten SV Burgsteinfurt am Sonntagnachmittag regelrecht im Regen stehen. Wer die 90 Minuten am Wittlerdamm als einer der zahlreichen Zaungäste verfolgte, dürfte sich in Anbetracht des Reckenfelder 4:2 (2:1)-Pokalerfolges nicht einmal verwundert die Augen gerieben haben. Denn: Im Duell zwischen dem A- und dem Bezirksligisten war kein Klassenunterschied zu erkennen. Am Ende löste die Mannschaft das Ticket für die nächste Runde, die insgesamt eingespielter wirkte. Und das war an diesem Sonntag eindeutig der SCR.

Der Ankündigung von Co-Trainer Dennis Hülsmann, sich nicht in der eigenen Hälfte zu verschanzen, ließen die Reckenfelder gleich zu Beginn Taten folgen. Bereits nach fünf Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Und zwar in dem der Gäste. Alban Leker, zusammen mit Neuzugang Kalle Hoffmann zuständig für den Vorwärtsgang, traf zur frühen Führung. An der Seite von Hoffmann, der in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr aus Emsdetten zwar ohne eigenen Torerfolg blieb, sich dafür aber als wertvoller Vorbereiter empfahl, brachte Leka die Burgsteinfurter Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. Zunächst jedoch erhöhte Steffen Braun auf 2:0 (23.).

Bereits zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Pokalpartie zum offenen Schlagabtausch. Alexander Hollermann verkürzte auf 1:2 (33.), Leka legte kurz vor der Pause für den SCR nach (44.). Als erneut Hollermann mit seinem Tor zum 2:3 in der 56. Minute Burgsteinfurt wieder in Schlagdistanz brachte, wirkte es für kurze Zeit so, als könne der Bezirksligist das Ruder doch noch herum reißen. Doch SCR-Keeper Jan Sobeck war zur Stelle. Ebenso wie Steffen Braun. Sein abgefälschter Distanzschuss (69.) beförderte den SCR endgültig auf die Siegerstraße. Endgültig auch deshalb, weil beiden Teams in der Schlussphase die Luft ausging. Reckenfeld musste nur noch wenige brenzlige Situationen überstehen, bevor der Pokalsieg perfekt war. Einer, den Dennis Hülsmann, der von nun an neben Thorben Zilske auf der Trainerbank sitzt, so erklärte: „Wir haben im Kollektiv überzeugt.“

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