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Handball: HF-Herren gewinnen Topspiel gegen Adler Münster mit 28:27

Krimi mit Happy End

Greven/Reckenfeld

Die Handballfreunde Reckenfeld/Greven sicherten sich in einem Herzschlagfinale zwei ganz wichtige Punkte gegen den SV Adler Münster.

Von Heidrun Riese

Der Jubel war groß nach dem Last-Minute-Sieg der HF-Herren. Foto: Heidrun Riese

Thriller-Autoren hätten sich keinen spannenderen Showdown für den Samstagabend in der Emssporthalle ausdenken können: 15 Sekunden blieben den Kreisliga-Männern der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 im Spitzenspiel gegen den SV Adler Münster, als sie noch einmal in Ballbesitz kamen und die große Chance zum Siegtreffer hatten. Marcel Peters spurtete zum Tor und versuchte, sich durch die Abwehr zu tanken. Er wurde auf seinem Weg jedoch regelwidrig gestoppt. Für den Münsteraner, der ihn zu Fall gebracht hatte, gab es eine rote Karte und der Allrounder durfte, als die Zeit bereits abgelaufen war, noch einmal vom Punkt werfen – und verwandelte den Siebenmeter souverän zum umjubelten 28:27 (12:13)-Sieg.

„Das ist ein Glücksgefühl, das ich selten so hatte“, beschrieb Daniel Markmeyer, der die Mannschaft zusammen mit Peters coacht, seinen Gemütszustand direkt nach Spielende. „Das ist auf jeden Fall der Höhepunkt unserer bisherigen Laufbahn als Trainer.“ Es war nicht nur ein knapper, sondern auch ein wichtiger Erfolg für das HF-Team, das seinen Verfolger damit auf Distanz brachte und einen vorentscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft machte.

Aber nicht nur zum Schluss war die Begegnung zwischen den beiden Top-Favoriten der dritten Staffel spannend, sie lieferten sich über das komplette Spiel hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einem Doppelschlag von Moritz König hatten die 05er mit 3:2 (7.) die Nase vorne, nach zwei Gegentreffern in Folge lagen sie mit 8:9 (21.) hinten. „Wir standen in der Abwehr sehr gut, haben im Angriff aber zu viele Dinger verworfen“, fasste Peters das HF-Spiel zusammen. Markmeyer ergänzte: „Wir hätten vorne auch ruhiger spielen müssen, aber wir wollten partout die zweite Welle laufen.“

Daran lag es jedoch nicht, dass sich die Hausherren nicht abzusetzen vermochten. Denn sie hatten auch einfach einen starken Gegner. „Adler hat abgeklärt gespielt“, stellte Markmeyer anerkennend fest und schickte ein großes Lob an die Gäste. Genau wie an den eigenen Torhüter, Nico Quadflieg, der mit seinen starken Paraden einen wichtigen Beitrag leistete. Unter anderem stellte er sich kurz vor der Pause erst einen Tempogegenstoß (29.) entgegen und vereitelte dann noch einen Siebenmeter (30.), sodass es mit einem knappen 12:13-Rückstand in die zweite Halbzeit ging.

Es blieb eine enge Kiste und keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. In den letzten zehn Minuten musste Adler gleich drei Zeitstrafen absitzen (52./53./57.), woraus die Hausherren jedoch kein Kapital schlagen konnten. In dieser heißen Phase lief Peters zur Hochform auf und erzielte fünf seiner insgesamt zehn Treffer. Unter dem tosenden Beifall des Publikums auf der gut gefüllten Tribüne, das bis zum allerletzten Moment zittern musste.

„Viel dramatischer geht es nicht“, kommentierte Markmeyer den Spielverlauf, der auch ihm einige Schweißtropfen über die Stirn laufen ließ. „Wir haben verdient gewonnen, aber auch mit Glück“, lautete sein Fazit. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit einem Tor verloren hätten.“

HF I: Quadflieg, Kenski, Wieskötter - Peters (10/5), Minnerup (4), Beering (3), Menke (3), Berstermann (3), Ruck (2), König (2), Kusmitsch (1), Dömer, Hinz, Kemper, Lodde, Bruns.

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