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Fußball: 09-Keeper Lukas Fiedler setzt beim 1:1 in Rheine den Schlusspunkt

Retter in letzter Minute

Greven

Yannick Bauer sieht sein Team auf dem richtigen Weg. Gleichwohl scheint das Ziel noch ein Stück weit entfernt. Denn auch das Spiel in Rheine ist alles andere als ein Selbstläufer. Erst in letzter Minute sichert sich der SC Greven 09 einen Punkt. Und lässt zuvor zahlreiche Chancen ungenutzt liegen.

Von Sven Thiele

Sein langer Einwurf in der letzten Minute leitete den Ausgleichstreffer des SC Greven 09 beim FC Eintracht Rheine II ein: Patrick Fechtel. Foto: th

Auf den ersten Blick wirkt es so, als seien die Fußballer des SC Greven 09 mit dem 1:1 (0:0) beim FC Eintracht Rheine gut bedient. Ein glücklicher Punktgewinn, an dem der Mann maßgeblich beteiligt war, dessen eigentlicher Job es ist, Tore zu verhindern. Der in buchstäblich letzter Minute nach vorne geeilte Lukas Fiedler traf am Sonntagnachmittag per Kopf zum fast nicht mehr für möglich gehaltenen Tor. So nahm der SC 09 zwar immerhin einen Punkt mit, trauerte zugleich aber den vielen vergebenen Möglichkeiten nach, die locker für drei Punkte gereicht hätten. Entsprechend zwiespältig fiel auch das Urteil von Yannick Bauer aus. „Klar, nach dem späten 1:1 könnte man jubeln“, meinte Grevens Trainer nach Spielschluss, stellte jedoch klar: „Das war insgesamt zu wenig.“

Doch von vorne: Der SC Greven 09, nicht nicht nur die Bürde der Niederlage aus der Vorwoche zu tragen hatte, sondern überdies personell aus dem letzten Loch pfiff, ließ sich von alledem zunächst nichts anmerken. Bauer berichtete von einer „super Spielkontrolle“ gegen den Tabellenvierzehnten, der mit Glück ein 0:0 in die Pause rettete. Zuvor hatte Patrick Fechtel mit einen satten Schuss das Ziel nur knapp verfehlt. Kurz darauf kratzten die Gastgeber einen Kopfball mit Mühe und Not gerade noch von der Linie. Doch das längst fällige 1:0 für den SC 09 wollte einfach nicht fallen.

Wie einfach es gehen kann, demonstrierten die Rheinenser nach dem Seitenwechsel. Eine Standardsituation genügte, um Grevens Hintermannschaft auszuhebeln und den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach 54 Minute sahen sich die Gastgeber auf der Siegerstraße, während die Gastgeber gezwungen waren, die Brechstange zu bemühen. Doch weder Moritz Aufderhaar noch Christopher Klaas gelang es in der Folge, für den überfälligen Ausgleich zu sorgen. Grevens Hauptmanko in diesen Wochen ist und bleibt die unzureichende Chancenverwertung.

Erst als kurz vor dem Ende Schlussmann Lukas Fiedler nach vorne eilte und einen langen Einwurf von Patrick Fechtel per Kopf verwertete, platzte der Knoten doch noch. Und es hätte noch besser kommen können. Direkt nach Wiederanpfiff war es der eingewechselte Timo Zimmer, der im Duell mit FCR-Schlussmann Robin Oberfeld Blatt hätte gänzlich wenden können. Doch auch auf Rheinenser Seite war es am Keeper, den einen Punkt festzuhalten.

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