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KSB-Vorstand präsentiert viele Zahlen bei seiner Jahreshauptversammlung

Vereine im Kreis Steinfurt verlieren 6000 Mitglieder

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In den beiden Corona-Jahren haben die Vereine 6000 Mitgliedschaften eingebüßt. Vor allem die größeren Vereine sind betroffen. Diesen Wert präsentierte Stefan Kipp im Rahmen der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes. Der KSB legte auf der anderen Seite aber auch Zahlen vor, „die Spaß machen“. Grund zur Freude gibt es auch beim SV Burgsteinfurt.

Von Sven Thiele

Mitgliederversammlung mit Kamera und Bildschirm. Die Führungsriege des Kreissportbundes (v.l.): Manuela Brüffer (Vorstand), Max Gehrke (Präsident) und Stefan Kipp (Vorstand). Foto: KSB Steinfurt

Die beiden Corona-Jahre haben in der in der Vereinslandlandschaft Spuren hinterlassen. Die Zahl derjenigen, die unter dem Dach der über 300 Sportvereine im Kreis Steinfurt organisiert sind, ist seit zwei Jahren rückläufig. In den beiden Corona-Jahren haben die Vereine 6000 Mitgliedschaften eingebüßt. „Vor allem die größeren Vereine sind betroffen. Und der Kinder- und Jugendsport“, erklärte Stefan Kipp bei der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes am Dienstagabend. Immerhin: „Die Tendenz scheint zum Ende vergangenen Jahres gebrochen zu sein“, machte der KSB-Vorsitzende den 78 Delegierten Mut, die sich bei der auf 60 Minuten gestrafften Videokonferenz überwiegend mit Zahlen konfrontiert sahen.

Zahlen, die längst nicht immer so ernüchternd wirkten wie die Mitgliederentwicklung. Finanziell zum Beispiel hat sich der organisierte Sport bislang als robust erwiesen. Zwar leiden auch in diesem Punkt vor allem die großen Vereine unter den Folgen der Pandemie. Gleichwohl scheinen die Finanzhilfen des Landes und auch des Kreises ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Der Kreissportbund selbst hat auch das zweite Pandemie-Jahr unbeschadet überstanden. Stefan Kipp vermeldete am Dienstag einen Überschuss in Höhe von 20000 Euro. Geld, das in dieser Höhe nicht geplant war. Insgesamt bewegt sich der KSB, der Interessenvertreter von über 300 Sportvereinen ist, auf einen Etat knapp unterhalb der Millionengrenze zu.

Ebenso im Millionenbereich liegen die Zuschüsse, die die Landesregierung zur Modernisierung von Vereinsanlagen locker gemacht hat. Von den 8,8 Millionen Euro, die in den Kreis Steinfurt fließen oder geflossen sind, seien mittlerweile 93 Prozent verteilt, stellte Kipp zufrieden fest. Er lobte ausdrücklich das Verfahren. „Ich finde es schon bemerkenswert, dass so ein millionenschweres Programm so geräuscharm und ohne Zank zwischen den Vereinen abgewickelt wurde“, erklärt der Vorsitzende, der mit seinem Team in den vergangenen beiden Jahren maßgeblich an der Verteilung beteiligt war. „Das sind Zahlen, die machen mehr Spaß.“

Weitere knapp 500 000 Euro stehen in Kürze für das Nachfolgeprogramm „Moderne Sportstätte“ bereit. Die Mittel erhalten Vereine, die mit Outdoor-Anlagen den Kinder- und Jugendsport nach vorne bringen wollen. Wie der KSB am Dienstag bekannt gab, ist die Entscheidung zugunsten von Brukteria Dreierwalde, Arminia Ibbenbüren, TV Jahn Rheine, SV Burgsteinfurt und Vorwärts Wettringen gefallen. Diese fünf Vereine vermochten mir ihren Projekten das Präsidium des KSB zu überzeugen.

Im Jahr eins nach dem Abschied ihres langjährigen Geschäftsführers und Vorsitzenden Uli Fischer präsentierte sich der KSB personell neu aufgestellt. Neben dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Kipp ist die langjährige Verwaltungsmitarbeiterin Manuela Brüffer in den Vorstand aufgerückt. Neue Fachkraft für die Jugend ist Paul Langenfeld. Der Übergang, so versicherte Präsident Max Gehrke den Delegierten, sei reibungslos vollzogen worden. „Das spricht für die Kontinuität im Kreissportbund. Ich bin mir sicher, wir haben eine gute Wahl getroffen“, zeigte sich Gehrke überzeugt, den KSB auch weiterhin durch ruhiges Fahrwasser zu steuern.

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