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Karate: Sommerlehrgang in Beelen

Von den Besten gelernt: Fünf Karateka des SV Greven mit Freude dabei

Greven

Fünf Karateka des SV Greven, Michael Surkau, Lukas Funke, Michael Gronover, Lena Althoff und Raphael Kock, nahmen in der vergangenen Woche am Sommerlehrgang in Beelen teil. Insgesamt reisten weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und Österreich an.

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Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren beim Sommerlehrgang in Beelen dabei.

Fünf Karateka des SV Greven, Michael Surkau, Lukas Funke, Michael Gronover, Lena Althoff und Raphael Kock, nahmen in der vergangenen Woche am Sommerlehrgang in Beelen teil, um an vier Tagen in sieben Trainingseinheiten unter den Augen der Instruktoren Akio Nagai (9. Dan) und Manabu Murakami zu trainieren. Insgesamt reisten weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und Österreich an, um an dem Lehrgang teilzunehmen.

Am Donnerstag um 15 begann das Training. Nach einer kurzen Sequenz aus Grundschultechniken, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen, erfolgte eine Kombination aus Techniken, die scheinbar nicht enden sollte. Die Techniken wurden immer weiter angereichert, beispielsweise durch Drehungen, Richtungswechsel, Vor- und Rückwärtsschritte oder Tritte, sodass neben körperlicher Erschöpfung auch ein erheblicher Denkanspruch bewältigt werden musste. Der Weltcheftrainer des S.K.I-Karateverbandes, Manabu Murakami, beobachte die Karateka und ließ sie am Ende der Kombination wissen: „In Karate wird euch niemand helfen können, ihr müsst die Lösungen selbst finden.“ In den kommenden Tagen griff er dieses Motto immer wieder auf und zeigte anschaulich, wie solche Lösungen aussehen könnten und wie sich die Lösungen mit dem Alter oder aufgrund des Körperbaus verändern (können).

In den folgenden Tagen ging der 56 Jahre alte japanische Großmeister immer wieder auf seine Aussage ein und präsentierte verschiedene Möglichkeiten, um bestimmte Bewegungen schneller oder sicherer auszuführen. Beispielsweise durch die Verschiebung der Körperachse oder durch die Nutzung der eigenen Atmung. Die verschiedenen Aspekte konnten die Aktiven mit Hilfe verschiedener Technikübungen selbst ausprobieren und in der Regel schnelle, wenn auch kleine Fortschritte, erzielen.

In der zweiten Trainingseinheit wurden die Sportlerinnen und Sportler in Gruppen aufgeteilt. Während bei den Farbgurten viel Wert auf die korrekte Ausführung der Techniken gelegt wurde, lag der Schwerpunkt bei den Schwarzgurten auf verschiedenen Kata-Abläufen, die ausgiebig unter den Augen von Murakami trainiert wurden. Dieser erläuterte zu einigen Kata die philosophische Bedeutung und rundete das Bild mit den Zusammenhängen unterschiedlicher Kata ab.

Nach einer weiteren gemeinsamen Trainingseinheit am Samstag steuerte der Sommerlehrgang auf seinen Höhepunkt zu: Die Farb- und Schwarzgurtprüfungen. Leider fanden die Prüfungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, so dass man in diesem Jahr nicht mitfiebern konnte und gespannt auf die Berichte der Prüflinge warten musste.

Am Sonntag übernahm Bundestrainer Akio Nagai die Trainingseinheit und verpasste dem Lehrgang mit einem kurzen, aber umso intensiveren Training einen Höhepunkt. Hier wurden noch einmal alle verbliebenen Kräfte der Karateka gefordert.

Auch wenn kein Karateka aus der Emsstadt auf diesem Lehrgang zu einer Gürtelprüfung antrat, waren sich die Grevener im Anschluss einig, dass sich der Lehrgang gelohnt hat und man viele lehrreiche Aspekte für sein eigenes Training mitnehmen konnte.

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