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Die Kreisliga A im Überblick

Borghorst-Coach Venancio als Keeper gefragt

Kreis Steinfurt

Der FSV Ochtrup ließ es gegen Borussia Emsdetten II gleich fünf Mal klingeln. Trotzdem war Trainer Nelson da Costa nicht komplett zufrieden. Richtig sauer war hingegen sein Laerer Pendant Raphael Palm, und auch ihr Metelener Kollege Thomas Dauwe hatte etwas zu kritisieren.

Von Tom Veltrup

Daniel Ernsting (l.) erzielte in der 64. Minute den Führungstreffer für die Metelener. Zu einem Sieg gegen den TuS St. Arnold hat es schlussendlich aber nicht gereicht. Foto: Thomas Strack

Zwei Mal Remis, zwei recht deutliche Klatschen und ein Trainer, der ungewollt eine Halbzeit lang als Schnapper einspringen musste – die Kreisliga A im Überblick.

Matellia Metelen – TuS St. Arnold 1:1 (0:0)

Matellia Metelen versäumte es, gegen den TuS St. Arnold mit einem Torwart aus der „Dritten“ und später einem Feldspieler im Kasten drei Punkte zu holen. Doch nicht nur mit der Leistung war Matellias Trainer Thomas Dauwe nicht so ganz zufrieden: „Wir hätten den Vorteil nutzen können, auf unserem Kunstrasen zu spielen, da St. Arnold keinen hat. Stattdessen sind wir auf einen sehr schwer zu bespielenden Rasenplatz gegangen, was eher ihnen entgegen kam.“ Dementsprechend gab es auch lange keine gefährlichen Aktionen. Nach dem Seitenwechsel tauten die Metelener ein wenig auf, und Daniel Ernsting überwand den zur Pause gekommenen Aushilfs-Keeper Clemens Hovekamp (64.). Kurz danach vergaben Christopher Viefhues und Philipp Brüning zwei dicke Dinger. Und das rächte sich mit dem 1:1 durch Maurice Wilkens (77.).

FSV Ochtrup – Borussia Emsdetten II 5:2 (2:0)

5:2 – das liest sich auf den ersten Blick recht deutlich. War es im ersten Durchgang auch, doch während der zweiten Hälfte gab es eine Phase, mit der FSV-Coach Nelson da Costa „nicht zufrieden“ war. Vor der Pause war Nico Schmerling gleich zwei Mal zur Stelle (31./34.). Als Len Oberndörfer nach 67 Zeigerumdrehungen das 3:0 erzielte, hätte wohl niemand mehr damit gerechnet, dass sich noch etwas ändert, doch Tom Schölling (69.) und Nils Brink (75.) verwandelten die Partie in einen ganz heißen Tanz. „Die Abstände waren zu groß, vorne hat das Anlaufen nicht geklappt“, schilderte da Costa das Geschehen. „Das hätten wir uns sparen können.“ Markus Weidel (77.) und Sakaria Omeirat (87.) tüteten den Dreier dennoch ein.

Germania Hauenhorst – TuS Laer 3:0 (3:0)

„Ich bin stinkesauer. Das war nach dem 0:1 eine Leistung, die überhaupt nicht geht“, war TuS-Coach Raphael Palm nach der Partie ziemlich bedient. „Hauenhorst war in allen Belangen überlegen. Sie waren schneller und galliger.“ Dabei hätte die Begegnung auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können: Nico Stippel vergab allerdings bereits nach fünf Minuten eine „Hundertprozentige“. Danach stellten die Nullachter das Offensivgeschehen mehr oder minder ein – ganz im Gegensatz zu den Gastgebern: Munzur Bezgincan (21.), Yannick Beermann (39.) und Christian Ebbeler machten schon vor der Pause alles klar. „Wir sind mit dem 3:0 noch gut bedient“, lautete Palms Fazit. „Es hätten auch vier oder fünf werden können, zumal sie später noch den Pfosten getroffen haben.“

Fortuna Emsdetten – Borghorster FC II 1:1 (0:1)

„Ich bin da noch zweigeteilter Meinung, ob wir zufrieden mit dem Punkt sind“, grübelte BFC-Coach Nelson Venancio nach Abpfiff. „Wenn man das nackte Spielgeschehen betrachtet, war Fortuna deutlich überlegen. Aber in letzter Minute hatten wir eine Riesenchance auf das 2:1.“ Dass sich die Borghorster überhaupt solange die Chance auf den Sieg wahrten und einen Punkt mitnahmen, ist dennoch aller Ehren wert. Im Tor stand nämlich 45 Minuten lang der Schnapper der Alten Herren, Sven Penning – und in der zweiten Halbzeit musste Venancio selbst in den Kasten, da Penning sich verletzte. Noch vor der Pause – mit Venancio standesgemäß auf der Bank – schickte Alexander Pöpping Marcel Thoms auf die Reise, der Fortunas Keeper umkurvte und einschob (43.). Der Fortunen-Treffer durch David Schmitz (73.) resultierte aus einer Ecke. „Wäre ein echter Torwart drin gewesen, hätte er den wahrscheinlich weggehauen“, so Venancio. Kurz vor Schluss verpasste Johannes Bilke den „Lucky Punch“, da sich noch ein Emsdettener dazwischen warf.

GWA Rheine – Westfalia Leer 3:0 (2:0)

Auch Westfalia Leer konnte den super Lauf der bis dato noch ungeschlagenen Rheinenser nicht stoppen. Vor allem in der ersten Hälfte waren die Gäste „ein bisschen zu ängstlich“. Zwar ließen sie hinten auch nicht so ganz viel zu, doch beide Male wo es gefährlich wurde, zappelte das Ding auch im Netz. Alian Berisha eröffnete (21.), Kevin Beermann legte nach (35.). Aus der Kabine kamen die Rot-Weißen jedoch gleich „viel mutiger“. Matthias Meis zielte daneben (53.), Timo Selker rauschte haarscharf vorbei (60.), Max Joormanns Versuch war zu hoch (65.) und nochmal Meis traf die Latte (80.). Und so war mit dem 3:0 durch Beermann die Messe gelesen. „Insgesamt geht der Sieg für Rheine schon in Ordnung. So ehrlich muss man sein“, resümierte Trainer Thomas Overesch.

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