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Fußball: Umfrage zur Europameisterschaft

Denen ist alles zuzutrauen

Kreis Steinfurt

Morgen Abend beginnt die EM mit der Auftaktbegegnung Türkei gegen Italien. Wir wollten wissen, was die heimischen Trainer der Deutschen Nationalmannschaft zutrauen und ob sie den Modus mit 24 Mannschafte gutheißen – oder nicht.

Elf Stadien in elf Ländern: Die Fußball-Europameisterschaft 2020 wird erstmalig von der UEFA über (fast) ganz Europa verteilt und nicht in nur einem Gastgeberland ausgetragen. 24 Mannschaften nehmen daran teil. Foto: dpa, IMAGO

Heute Abend um 21 Uhr beginnt mit der Begegnung Türkei gegen Italien die Fußball-Europameisterschaft 2020. Coronabedingt, muss man eigentlich nicht mehr erwähnen, ein Jahr später, aber die UEFA hat den offiziellen Namen mit der Jahreszahl 2020 beibehalten. Erster von elf Austragungsorten ist Rom. Insgesamt stehen 51 Partien auf dem Spielplan dieser Euro, die erstmalig in elf Ländern ausgetragen wird. Einen einzigen Gastgeber gibt es wie in früheren Zeiten, als die Endrunden der Europameisterschaft noch acht oder 16 Teams (seit 1996, davor waren es ab 1980 acht) umfassten, nicht mehr. Daher trägt auch nicht mehr der Sieger der vergangenen EM, Portugal, oder der neue Gastgeber das Eröffnungsspiel aus.

Die Westfälischen Nachrichten wollten in einer Umfrage unter heimischen Trainern wissen, ob sie diesen Modus mit 24 Teams gut finden und – natürlich – welches Abschneiden sie der Deutschen Nationalmannschaft zutrauen.

Christoph Klein-Reesink (SV Burgsteinfurt): „Wenn die Mannschaft die Gruppenphase übersteht, traue ich ihr alles zu. Aber als Topfavoriten sehe ich Deutschland nicht.“ Hinsichtlich des Modus mit 24 Teams: „Kleiner wäre besser. Dann wäre das Niveau auch höher. Aber es müssen ja Gelder fließen.“

Ron Konermann (TuS Laer 08): „Bei der ersten Frage bin ich ein wenig zwiegespalten. Bei 24 Mannschaften kommen auch die kleinen Teams, die sonst keine Chance hätten, mal in den Genuss, an einer EM teilzunehmen. Auf der anderen Seite wird man heutzutage mit Fußball überfrachtet. Das Ganze wird zu sehr aufgebläht, wenn ich an Champions-League, Conference-League und alles andere denke. Außerdem haben die guten Spieler wie Gündogan, Werner, Havertz und Rüdiger, die jetzt auch noch im Finale der CL standen, zu wenig Pausen und werden überspielt.“

„Ich traue der Deutschen Mannschaft das Weiterkommen in der Vorrunde schon zu, auch wenn man mit Frankreich ein echtes Brett vor der Brust hat. Dieses Spiel ist wegweisend, und wenn sie das gewinnen, dann traue ich ihnen auch das Halbfinale zu.“

Michael Straube (Borghorster FC): „Obwohl es in den letzten zwei Jahren nicht gut lief für die Deutsche Mannschaft, traue ich ihr trotzdem eine Menge zu, auch den ganz großen Wurf, also Europameister zu werden. Die Qualität der Mannschaft ist immer noch sehr hoch. Wir haben wahnsinnig gute Leute wie Kimmich oder Havertz.“

„Was mir bei dem Modus mit 24 Teams nicht gefällt, ist, dass die besten vier Dritten einer Gruppe auch weiterkommen. Man sollte nach der Gruppenphase ins Viertelfinale einsteigen. Dann wird das Niveau auch besser und es kommt nicht einer durch Glück weiter. Dass allerdings in ganz Europa gespielt wird, finde ich gut.“

André Wöstemeyer (1. FC Nordwalde): „Vor einer Woche hätte ich noch gesagt, ich traue der Mannschaft nichts zu. Aber wenn man jetzt die Medien verfolgt, wird der Löw ja wohl ernster und schlägt eine andere Gangart an. Vorher hat er immer die Hand über die Mannschaft gehalten. Ist ja diesmal sein letztes Turnier, da will der noch mal was erreichen.“

„Ich fände es besser, wenn weniger Mannschaften spielen würden. 2016 ist Portugal ohne einen Sieg in der Vorrunde als Gruppendritter weitergekommen und dann Europameister geworden.“

Thomas Dauwe (Matellia Metelen): „Deutschland hat eine sehr starke Gruppe erwischt. Leider hat das Team noch nicht die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der zuletzt die U 21 aufgetreten ist. Damit kann man vieles auffangen. Frankreich und Portugal empfinde ich als besser, aber vielleicht kommen wir als einer der besten Gruppendritten weiter.“

„Dass die EM mit 24 Teilnehmern ausgetragen wird, finde ich nicht gut. Da sind dann viele Partien dabei, die ich nicht unbedingt sehen muss. Ich halte das vorherige Format mit 16 Teams für am sinnvollsten.“

Christopher Ransmann (FSV Ochtrup): „Deutschland ist eine Turniermannschaft, und ich erinnere mich an einige Jahre, in denen wir im Vorfeld nicht hoch gehandelt wurden, dann aber weit gekommen sind. Wenn Kimmich weiter hinten rechts aufgestellt wird und Ginter rausgenommen wird, dann kommen wir ins Halbfinale.“

„Ein Europameisterschaftsturnier mit 24 Nationen finde ich gut, dann sieht man auch mal die Kleineren kicken.“

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