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Fußball: Kreisliga A

Der Wunsch bei Westfalia Leer? Weniger Spektakel

Horstmar

Wenn Westfalia Leer in der vergangenen Saison in der Kreisliga A mitmischte, fielen im Schnitt mehr als vier Tore – allerdings landete mehr als die Hälfte davon im Leerer Netz. Trainer Thomas Overesch verrät, wie er das ändern will.

Von Jonas Austermann

Erik Schulte (l.) Foto: Thomas Strack

Satte vier Tore gab’s in der Vorsaison durchschnittlich zu sehen, wenn Westfalia Leer in der Kreisliga A ins Geschehen eingriff. Die Krux aus Sicht von Trainer Thomas Overesch: Vorne waren seine Mannen zwar stark, erzielten 1,9 Treffer pro Partie – hinten aber klingelte es noch häufiger, nämlich 70-mal in 34 Spielen.

„Wir wollen auch in der neuen Saison gerne wieder früh den Klassenerhalt perfekt machen, dafür müssen wir aber die einfachen Gegentreffer abstellen. Wir hatten ein negatives Torverhältnis, obwohl wir in der Offensive gut abgeliefert haben“, sagt Overesch, der jüngst in seine siebte Saison bei der Westfalia gestartet ist. Gut zwei Monate vor dem letzten Spieltag war Leer bereits am rettenden Ufer – und das darf „gerne wieder so früh klappen“.

Skurriles bei der Personalplanung

Skurril ist, dass der A-Ligist keinerlei Zu- oder Abgänge zu vermelden hat. Overesch meint: „Die Truppe kennt sich also aus dem Effeff.“ Normalerweise lebt die Westfalia davon, dass Jungs aus dem eigenen Stall in den Herrenbereich hoch rücken. In diesem Sommer aber wählten die ehemaligen U-19-Kicker lieber den Weg in die Zweite, die in der Kreisliga C antritt.

Deshalb gehen vor der Saison 2022/23 einige Langzeitverletzte oder solche, die länger mit Corona-Nachwirkungen zu kämpfen hatten, als Neuzugänge. Sind alle fit, umfasst Leers Kader rund 27 Mann. Apropos Fitness: Viel Konditionsarbeit muss Overesch in den ersten Vorbereitungswochen nicht verrichten. Gerade mal knapp fünf Wochen war die Sommerpause lang – bedenklich, wenn es nach dem Westfalia-Coach geht. „Meines Erachtens war die Pause zu kurz. Fünf Wochen sind zu wenig, nachdem wir fast zwölf Monate am Stück gespielt haben“, sagt Overesch.

Seiner Truppe verordnete er deshalb ein „komplettes Abschalten“. Der positive Effekt der kurzen Pause? „In fünf Wochen haben die Jungs nicht viel an Form verloren. Sie sind alle wieder fit erschienen“, sagt Overesch. Nun geht’s in erster Linie darum, gemeinsam die erwähnten Defensiv-Schwächen abzustellen. „Und dafür muss schon ganz vorne mit angepackt werden – auch wenn unsere Angreifer beim Toreschießen richtig gut dabei waren“, sagt Leers Trainer.

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