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A-Liga-Spiel der Woche: Borghorster FC II und Westfalia Leer trennen sich 3:3

Drei Mal Nico Fischer reicht nicht

Borghorst

Der SV Westfalia Leer hat mit viel Pech beim Borghorster FC II nur einen Punkt geholt. In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit erzielten die Gäste das 3:2. Der Jubel war gerade eine Minute verstimmt. als der BFC II doch noch das 3:3-Unentschieden retten konnte. Sowohl der Trainer von Leer als auch des BFC II bezeichneten das Remis für den Gastgeber als völlig unverdient.

Von Matthias Lehmkuhl

Bruno Filipe Costa Pereiro (Borghorster FC II), verfolgt von Marcel Thiemann (Westfalia Leer), passt hier auf seinen eingewechselten Mannschaftskameraden Alexander Pöpping. Costa Pereiro gehörte beim BFC II zu den Aktivposten. Foto: Matthias Lehmkuhl

Mit viel Dusel hat der Borghorster FC II zuhause gegen den SV Westfalia Leer einen Punkt retten können. 3:3 (1:0) trennten sich am Samstagnachmittag beide Mannschaften auf dem Kunstrasenplatz des Sportzentrums an der Gräfin-Bertha-Straße. Alle drei Treffer des BFC II in seinem letzten Heimspiel des Jahres erzielte Nico Fischer.

Erste Torabschlüsse

Zunächst bestimmte der Gastgeber die Partie und hatte auch die ersten Torabschlüsse. Das 1:0 (14.) resultierte aus einem weiten Einwurf von Luca Berning von der linken Außenlinie in den 16er. Keiner der Vorderleute von Leers Torhüter Maurice Telgmann sah sich in der Lage, den aufspringenden Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Nico Fischer bedankte sich und schob völlig unbedrängt zur BFC II-Führung ein. Der Rückstand rüttelte die Westfalia endlich wach. Doch mehr als drei gefährliche Fernschüsse von Lennard Raus (15.), Marcel Thiemann (17.) und Gerold Laschke (26.) sprangen dabei nicht heraus.

Frühe Auswechslung

Bereits in der 32. Minute musste Leers Trainer Thomas Overesch Lennard Raus verletzungsbedingt aus dem Spiel nehmen und wechselte Kevin Thiele ein. Danach zeigte Luca Berning (36. und 38.), dass er beim BFC II Schussqualitäten hat. Kurz vor der Pause (44.) hatte dann Gerold Laschke das 1:1 auf dem Fuß. Sein Schuss traf jedoch nur die Unterkante der Latte.

Konfusion

Nach dem Wiederanpfiff fiel dann der verdiente Ausgleich. In der 53. Minute konnte Timo Selker eine Konfusion in der BFC II-Defensive zum 1:1 nutzen. Doch nur fünf Minuten später schaffte Nico Fischer die erneute Führung (58.). Leer war zu weit aufgerückt. Plötzlich tauchte Fischer vor dem herausstürmenden Schnapper Telgmann auf und zirkelte das Leder aus etwa 14 Metern an ihm vorbei ins rechte Toreck.

Aber dieser glückliche Gegentreffer stachelte die Gäste nur noch mehr an. Sie drückten auf den erneuten Ausgleich. Niklas Feldkamp war es dann in der 64. Minute, der BFC II-Schlussmann Rene Pichutzki alt aussehen ließ und das völlig verdiente 2:2 erzielte. Damit war die Westfalia nicht zufrieden und wollte unbedingt den Auswärtssieg. Leer setzte in der 89. Minute bei einem Freistoß von der rechten Seite alles auf eine Karte. Den scharf geschossenen Ball setzte Timo Hüsing neben den kurzen Pfosten in den Borghorster Kasten. Das musste es doch gewesen sein. Aber der überschwängliche Jubel verstummte bereits nach einer Zeigerumdrehung, als Nico Fischer tatsächlich noch das 3:3 (90.) gelang.

Mannschaft nicht wiedererkannt

BFC II-Trainer Nelson Venancio schaute leicht verschämt nach dem Schlusspfiff: „Für uns ein glücklicher Punkt. In der zweiten Halbzeit hatte Leer uns komplett unter Kontrolle. Nach dem Seitenwechsel haben Co-Trainer Thorsten Bäumer und ich unsere Mannschaft nicht wiedererkennen können. Nach dem Spielverlauf haben wir nicht mehr an den Ausgleich geglaubt. Das spricht für die Moral in der Mannschaft. So haben wir noch einmal Glück gehabt, dass wir einen direkten Kontrahenten in der Tabelle nicht ziehen gelassen haben.“

Hatten es gut gemacht

Leers Coach Thomas Overesch haderte mit dem Remis: „Wir mussten zwei Mal einem Rückstand hinterherlaufen und haben diesen zwei Mal egalisiert. Wenn du so spät in Führung gehst, dann musst du den Auswärtssieg auch über die Bühne bringen. Das ist natürlich ärgerlich. Wir haben es gut gemacht und waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft.“

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