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Jugendfußball: Pilotphase des neuen Modells wird eingeläutet

Finaltag jetzt in Wettringen

Kreis Steinfurt

Die Endspiele im Kreispokal der Juniorinnen und Junioren fanden jahrelang in St. Arnold statt. Eigentlich war Hauenhorst als neuer Standort vorgesehen, doch wegen Corona gaben die Hauenhorster diese Ehre an Wettringen weiter.

Von Marc Brenzelund

Die Kreissparkasse stellte 2000 Euro für die Anschaffung von Torhöhenverkleinerungen zur Verfügung. Das begrüßen (vl.) Foto: Finke-Holtz

Eine Standortveränderung nahm der Kreisjugendausschuss jetzt im Hinblick auf den Kreispokal-Endspieltag der Fußballjugend vor, der traditionell am 3. Oktober stattfindet. Eigentlich sollten die Spiele im Hauenhorster Waldparkstadion über die Bühne gehen, doch die Germania gab die Ausrichtung auch unter Berücksichtigung der Coronalage ab.

„Ich kann das schon verstehen“, zeigte Sebastian Bülter, der Jugendpokalspielleiter des Kreises, Verständnis. Auf der Suche nach einer schnellen Alternative wurde der Funktionär bei Vorwärts Wettringen fündig. „Die Wettringer haben mit ihren drei Plätzen und vielen Kabinen die idealen Voraussetzungen. Zudem findet am 3. Oktober, der diesmal ein Sonntag ist, nur ein Heimspiel einer Herrenmannschaft statt“, ist Bülter bestens mit der Lösung zufrieden.

Um den Endspieltag weiter bei zu entzerren, werden die Wettbewerbe der Juniorinnen und Junioren aufgeteilt. Die Jungen sind schon am 2. Oktober (Samstag) an der Reihe, die Mädchen ermitteln ihre neuen Titelträger dann einen Tag später.

Kleinere Spielfelder, reduzierte Mannschaftsgrößen – dafür mehr Ballkontakte und mehr Spaß. Darauf basiert im Wesentlichen das Konzept, mit dem der Deutsche Fußballbund in den Altersklassen U 6 und U 11 neue Wege beschreitet. Alle 21 Landesverbände – und damit auch die ihnen angeschlossenen Kreise – beteiligen sich an der nächsten Stufe der Pilotphase, die in dieser Saison eingeläutet wird.

„Wir müssen aufhören, den Kinderfußball mit der Erwachsenenbrille zu betrachten“, meint Marianne Finke-Holtz in ihrer Funktion als Koordinatorin für den Mädchenfußball. Die Steinfurterin favorisiert die neuen Varianten, in denen die Teams in der G-, F- oder E-Jugend nur noch zwei, drei oder vier Spieler stark sind. Das, so die Experten vom Verband, fördere nicht nur die sportliche Entwicklung der Kinder, sondern würde auch den gesamten Fußball an der Basis stärken.

„Wir müssen die Vereine und die Eltern überzeugen, dass das neue Modell viele Vorteile hat“, weiß Finke-Holtz. Gelegenheiten dazu bieten sich am 1. Oktober (Freitag) in Borghorst (ab 16.30 Uhr beim BFC) und am 23. Oktober (Samstag) in Ochtrup. Im Rahmen von zwei Spielfesten für die G-Jugend (in Borghorst) und die F-Jugend (in Ochtrup) können sich alle, die sich dem Nachwuchsfußball verschrieben haben, einen besseren Überblick verschaffen.

Federführend ist ein Team Ehrenamtlicher. Dazu gehören Jutta Lehmkuhl (Borghorster FC), Christian Steffan und Klaas Meinert (beide Skiclub Rheine), Botho Preuß (SpVgg Langenhorst/Welbergen), Markus Cool, Rike Conradi und Matthis Meyring (alle Matellia Metelen), Hendrik Stroet (FCE Rheine), Christian Ransmann und Rainer Möllers (beide FSV Ochtrup), Jupp Deupmann (SuS Neuenkirchen) sowie Tobias Mensing und Marianne Finke-Holtz als Vertreter des Kreisjugendausschusses (KJA).

Parallel dazu verfolgt der KJA ein weiteres Konzept für die laufende Spielzeit: die Torhöhenverkleinerungen, mit denen demnächst in den E 3-/E 4-Staffeln operiert wird. Dabei handelt es sich um unter der Latte eingehängte Spannnetze. Werden die getroffen, wird das Spiel unterbrochen und gegebenenfalls mit einem Abstoß fortgesetzt. An der Anschaffung beteiligte sich die Kreissparkasse Steinfurt mit einer Spende von 2000 Euro. Die Torhöhenverkleinerungen werden 16 Vereinen für den E 3-/E 4-Spielbetrieb zur Verfügung gestellt.

„Es ist einfach so, dass die Torhüter in der E-Jugend meistens noch zu klein für die Jugendtore sind“, weiß Finke-Holtz, dass in dieser Altersklasse zu oft die Teams gewinnen, deren Spieler am höchsten schießen können. Dem soll mit den Spannnetzen ein Riegel vorgeschoben werden.

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