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Fußball-Europameisterschaft: Deutschland gegen England

„Ganz klar ein Engländer“

Metelen/Steinfurt

Deutschland gegen England – ein Klassiker, der auf beiden Seiten Erinnerungen und vor allem Emotionen hervorruft. Morgen im Achtelfinale treten beide Teams wieder gegeneinander an. Für wen Daniel Smith dabei die Daumen drückt, ist ziemlich klar.

Von Günter Saborowskiund

Daniel Smith Foto: Marc Brenzel

Heute Abend um 18 Uhr spielt die Deutsche Nationalmannschaft im Londoner Wem­bleystadion im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft gegen England. Ginge es nach Gary Lineker („ . . . und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“), stünde der Sieger jetzt schon fest. Doch vor das Weiterkommen haben die Fußballgötter bekanntlich das Siegen gesetzt, und so muss die Deutsche Mannschaft in Wembley erst einmal die 90 Minuten erfolgreich beenden.

Einer, der bei Matellia Metelen Fußball spielt und einen englischen Vater hat, ist Daniel Smith, der bei seinem früheren Club Preußen Borghorst nur Smittie genannt wurde. Der selbstständige Dachdeckermeister begann mit dem Fußball bei Münster 08, spielte bei Preußen Borghorst, Germania Horstmar, beim SV Wilmsberg und nun in Metelen.

„In Sachen Fußball bin ich Engländer. Nicht nur mein Vater ist gebürtiger Engländer, meine Mutter ist zur Hälfte ebenfalls Engländerin“, sagt Smith, der begeistert ist vom englischen Ligabetrieb. „Ich hoffe natürlich, dass heute England gewinnt. International haben wir bislang gegen Deutschland ja immer die Arschkarte gezogen. Da war die deutsche Mannschaft immer ein bisschen besser, auch wenn sie qualitativ nicht immer besser war“, sind Smiths Landsleute seiner Meinung nach oftmals durch Pech ausgeschieden. Ein Vorteil des Teams von Trainer Jogi Löw sei die Blockbildung mit den Spielern des FC Bayern. So etwas habe die englische Mannschaft nicht.

„Bislang haben die Engländer in der Vorrunde ganz ordentlich gespielt, nicht überragend, aber es war okay, vor allem zu null“, konnte der Metelener Kicker seinen Landsleuten im Dress mit den „Three Lions“ einen guten Job bescheinigen. Den sie hoffentlich heute Abend ähnlich gut machen werden, wenn Smith mit „ein paar Kollegen in einem Biercafé in Borghorst“ vor dem Fernseher sitzt. „Da sind sowohl Engländer als auch Deutsche dabei. Die brauche ich zur Unterstützung. Ich hoffe natürlich auf einen Sieg der Engländer, damit ich auch mal über die anderen spotten kann“, möchte sich Daniel Smith gerne für die eine oder andere verbale Spitze nach früheren englischen Niederlagen revanchieren. Genug anhören musste er sich ja schon.

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