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Kreispokal: Borghorster gewinnen bei Westfalia Leer

Joker Marcel Thoms schießt den BFC weiter

Horstmar-Leer

Der Borghorster FC steht in der zweiten Runde des Kreispokals. Bei der unangenehmen Westfalia aus Leer setzte sich der Bezirksligist knapp mit 1:0 (0:0) durch. Mit einer Einwechslung zur Pause bewiesen die beiden Gästetrainer Michael Straube und Thomas Grabowski einen ausgezeichneten Riecher.

Von Marc Brenzel

Leers Torwart Michael Denkler rettet gerade noch vor Marvin Bingold. Der Nordwalder war in der ersten Halbzeit sehr auffällig und bereitete unmittelbar nach dem Wiederbeginn den Siegtreffer vor. Foto: Marc Brenzel

Das Schöne am Fußball-Kreispokal ist, dass der Wettbewerb Teams zusammenführt, die im Punktspielalltag nicht aufeinandertreffen. So kommt es zu interessanten Duellen, wie es am Dienstag auch im Vergleich zwischen dem A-Ligisten Westfalia Leer und dem Bezirksligisten Borghorster FC der Fall war. Am Ende wurde der Klassenunterschied durch einen knappen 1:0-Erfolg der Gäste deutlich gemacht.

Die Hausherren waren zu Beginn voll auf Augenhöhe und verzeichneten durch Tom Becker sogar eine gute Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Die Westfalia präsentierte sich sehr griffig und war damit zunächst kein angenehmer Gastgeber.

Mitte der ersten Hälfte fand der BFC besser zu seinem Spiel. Eine Menge ging über die von Alexander Wehrmann beackerte linke Flanke, zudem hatte der agile Marvin Bingold ein paar Abschlusssituationen. Der hängenden Spitze fehlte dabei jedoch die Präzision. Ricardo Bredeck und Marius Wies hätten ebenfalls für ein Erfolgserlebnis des Favoriten sorgen können.

Aufgehoben war aber nicht aufgeschoben: Nur 120 Sekunden nach dem Wiederbeginn erzielte der zur Pause eingewechselte Marcel Thoms das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:0. Bingold hatte die Abwehr der Leerer mit einem schönen Flachpass seziert.

Statt nachzulegen nahmen die Borghorster etwas das Tempo raus, wofür Trainer Michael Straube Verständnis zeigte: „Nach vier intensiven Vorbereitungswochen ist es doch logisch, dass die Beine irgendwann schwerer und die Wege länger werden.“

Die Westfalia erkannte ihre Möglichkeiten und schaltete in den Vorwärtsgang. Gegen die von Raffael Dobbe und Neuzugang Maximilian Langer organisierte Deckung des Gegners blieben Hundertprozentige aber aus, und somit buchte der BFC das Ticket für die zweite Runde.

Einen Aufreger gab es in der 79. Minute, als Borghorsts Keeper Frederik Teupen viel Dusel hatte, nicht vom Platz zu müssen: 25 Meter halblinks vor dem eigenen Tor ging er Westfalias Stürmer Jannik Arning hart in die Parade. Schiedsrichter Philipp Romahn gab es aber noch Spielraum, um nicht Rot zu zeigen.

„Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert und vor allem in der zweiten Hälfte wenig zugelassen – und das gegen einen starken Bezirksligisten wie Borghorst“, kloppte Trainer Thomas Overesch seinen Jungs auf die Schultern.

„Es war sicher nicht alles Gold, was glänzt, aber daran arbeiten wir. Jetzt freuen wir uns auf ein weiteres Pokalspiel“, hakte Straube das Match ab. Im Achtelfinale geht es zum Sieger des Duells Portu Rheine gegen Germania Horstmar.

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