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Kreisliga A – Spiel der Woche: Germania Horstmar schlägt TuS Laer mit 1:0

Sonntagsschuss entscheidet Derby

Horstmar/Laer

Das Derby zwischen dem TuS Germania Horstmar und dem TuS Laer 08 hielt nicht, was es im Vorfeld versprach. Es gab beim knappen 1:0-Sieg für den Gastgeber kaum zwingende oder herausgespielte Torchancen. So entschied ein Sonntagsschuss die zwar spannende aber niveauarme Partie.

Von Matthias Lehmkuhl

Julian Uhlenbrock (l.) und Robin Drees (r., beide TuS Laer) Foto: Matthias Lehmkuhl

Eigentlich war für ein rassiges Derby alles vorbereitet. Strahlender Herbstsonnenschein, ein saftig grünes frisch gemähtes aber stellenweise tiefes Rasenspielfeld des Stadions am Borghorster Weg, mehrere hundert Zuschauer – darunter viele Schlachtenbummler aus Laer – und zwei Mannschaften, die die Partie unbedingt gewonnen wollten. Letztendlich aber fiel nur ein mageres Tor, und das erzielte Gastgeber TuS Germania Horstmar bereits in der ersten Halbzeit zum glücklichen aber verdienten 1:0 (1:0)-Heimsieg über den Ortsrivalen TuS Laer 08.

Planwagen

Zunächst war zu Beginn des Derbys mehr los auf den Rängen als auf dem Spielfeld. Die Laerer Fans – zum Teil aus der zweiten Mannschaft – von denen einige mit einem Planwagen angereist waren und gelbe Hütchen auf dem Kopf trugen, machten richtig viel Lärm und versprühten mit einer Nebelkerze und gelbem Rauch kurz vor dem Anpfiff durch Schiedsrichter Hendrik Schürmann ein wenig höherklassiges Fußballfieber.

Stimmung

Die tolle Stimmung sprang jedoch nicht auf die beiden Mannschaften über. Die erste Chance überhaupt hatte Marcel Exner in der 10. Minute auf dem Fuß. Von der linken Seite drang der Horstmarer Offensivmann in den 16er der Gäste, und setzte den flach geschossenen Ball knapp neben am linken Pfosten. Das war dann auch für lange Zeit die einzige aufregende Szene. In der 25. Minute lief Lars Berkenbrock mit dem Ball auf dem Fuß in Richtung Laerer Strafraum. Als er keine Anspielstation sah, nahm er sich einfach ein Herz und traf die Kugel mit dem Vollspann aus 25 Metern. Wie an einem Strich entlang, segelte die Kirche an Freund und Feind vorbei halb hoch neben dem rechten Pfosten ins Netz. TuS-Keeper Alexander Thüning strand regungslos auf der Torlinie und schaute ziemlich verdutzt drein. Ein Sonntagsschuss!

Seitenwechsel

Gleich nach dem Seitenwechsel (48.) hatte Ruben Kosakowski eine gute Möglichkeit. Sein Schuss ging knapp über die Latte. In der 59. Minute dann eine Chance von Nico Stippel, der Germanias Schnapper Jan Stegemann prüfte. Nach einem Konter hatte Aaron Wiepen das 2:0 auf dem Fuß (85.), verzog aber nur ganz knapp. Mehr glasklare Torchancen gab es einfach nicht. „Das sehe ich anders. Wir haben 90 Minuten zwar keine Torchance zugelassen. Aber vorne hatten wir drei oder vier 100-prozentige Tormöglichkeiten“, meinte Horstmars Spielertrainer Niklas Melzer. Co-Trainer Kai Bröker, der für den an diesem Sonntag verhinderten Coach Raphael Palm beim TuS Laer an der Line stand, war richtig sauer: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Die haben alles reingeworfen.“

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