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Spiel der Woche: Spitzenreiter dreht beim 3:0 (1:0) gegen Horstmar vor allem nach der Pause auf

Souveräner Laerer Derbysieg

Horstmar

Schwier sei Dank: Ausgerechnet der Ur-Laerer blühte im Derby bei Germania Horstmar so richtig auf und führte seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Die Schwarz-Gelben scheinen ihre kleine Krise also überwunden zu haben und sind wieder voll da im Aufstiegsrennen.

Von Tom Veltrup

Getümmel im Horstmarer Strafraum: Hier weiß Niklas Melzer (4.v.r.) den Ball zu klären. Laers Zehner Jan Schwier avancierte mit seinem Doppelpack zum Derbyhelden. Foto: Thomas StrackThomas Strack

Der TuS Laer hat den Ausrutscher vom zurzeit ärgsten Konkurrenten FC Eintracht Rheine II ausgenutzt und sich an der Tabellenspitze abgesetzt. Das Sprungbrett zum ungefährdeten 3:0 (1:0)-Derbysieg bei Germania Horstmar war ein Treffer zum berühmt-berüchtigten psychologisch wichtigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor dem Halbzeitpfiff.

„Über 90 Minuten gesehen konnte man dann schon einen Klassenunterschied erkennen. Wir haben bis auf ein, zwei Situationen nicht wirklich viel zugelassen“, sah TuS-Coach Ron Konermann den Sieg seiner Elf nie wirklich gefährdet. „Wir hätten in der ersten Hälfte einige Chancen schon besser nutzen müssen. Schlussendlich war das 1:0 vor der Pause dann aber zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wir keine Zweifel offen gelassen.“

Schon von Beginn an waren seine Laerer die spielbestimmende Mannschaft und hatten durch Jan Schwier auch die ersten guten Gelegenheiten (5., 19.). Die bis dato beste Chance gehörte jedoch den Horstmarern: Tom Meijer tauchte alleine vor Laers Schlussmann Alexander Thüning auf, doch der parierte seinen Abschluss (27.). Im dritten Anlauf klappte es dann aber für Schwier: Eine schöne Kombination über Leon Konermann und Nico Stippel vollendete der Routinier zum Führungstreffer (44.).

In der Halbzeitpause stellten die Gastgeber auf ein 3-5-2-System um, um vorne für mehr Gefahr zu sorgen. Das ging jedoch ein wenig nach hinten los. Vor allem über die eigene linke Seite war Horstmar anfällig – und das nutzte Laer eiskalt aus. Stippel drang in die Box ein und bugsierte die Kugel im Fallen ins lange Eck – 2:0 (52.). Wenig später kombinierte sich der TuS über rechts durch: Konermann wurde auf die Reise geschickt und behielt den Überblick für den frei stehenden Schwier (56.).

Ab da war die Messe gelesen. Die Gastgeber hatten noch einige Ansätze, doch auch aufgrund Laers souveränen Defensivverbunds sprang dabei nichts Zählbares heraus. Die besten Gelegenheiten hatten Patrick Jung nach einer Ecke und Nick Hauser. Beide zielten die Kugel jedoch rechts neben das Tor.

Auch Laer kam noch einige Male gefährlich vors Gehäuse. Stippel köpfte jedoch genau in die Arme von Tim Mensing. Letzterer verdaddelte wenig später den Ball an Konermann, doch im Nachsetzen verhinderte er letztlich doch den Treffer für den Stürmer. Der eingewechselte Julian Uhlenbrock scheiterte kurz vor Schluss noch am Außennetz. „Wir hätten die zwei, drei Situationen noch besser ausspielen müssen. Irgendwas hat man ja aber immer zu meckern“, hätte Konermann gerne noch die ein oder andere Bude mehr gesehen.

Sein Gegenüber Niklas Melzer nahm die Derbypleite derweil zumindest teilweise auf seine Kappe: „In der ersten Halbzeit waren wir gut drin und ziemlich griffig. So ein ungünstiger Zeitpunkt für den Gegentreffer ist dann natürlich ärgerlich. In der Pause haben wir offensiver aufgestellt. Danach waren wir ein wenig unsortiert. Eventuell habe ich zu früh geöffnet. Das nehme ich auf meine Kappe.“ Beeindruckt war er hingegen von der Kaltschnäuzigkeit des Rivalen: „Laer hat die wenigen Fehler eiskalt ausgenutzt.“

Einen kleinen Wermutstropfen hat der Sieg aus Laerer Sicht dennoch: Hannes Medding holte sich die fünfte gelbe Karte und fehlt somit im Topspiel gegen Nordwalde kommende Woche in Laers Mittelfeldzentrale.

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