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Bezirksliga 6: Galaxy Steinfurt sendet Lebenszeichen

SpVgg Langenhorst/Welbergen mit perfektem Timing

Kreis Steinfurt

Bevor nächstes Wochenende aufgrund des Totensonntages eine Pause eingelegt wird, ließen die Fußballerinnen in der Bezirksliga-Staffel 6 nochmal die Bälle laufen. In Metelen stand das Derby zwischen der Matellia und der SpVgg Langenhorst/Welbergen auf dem Programm. Das Duell war von Beginn an heiß umkämpft.

Von Marc Brenzel

Metelens Spielführerin Katharina Schründer will der Langenhorster Doppeltorschützin Klara Koers enteilen. Matellia-Trainer Stefan Okon (kl. Foto) war trotz der Niederlage alles andere als unzufrieden. Foto: Thomas Strack

In der Frauenfußball-Bezirksliga 6 läuft alles auf einen Zweikampf an der Spitze hinaus. Tabellenführer Turo Darfeld gewann in Steinbeck mit 2:0, und auch Verfolger SpVgg Langenhorst/Welbergen behielt in Metelen mit 3:1 die Oberhand.

Matellia Metelen – SpVgg Langenhorst/W. 1:3 (0:2)

Von Beginn an war es ein typisches Derby, in dem die als Außenseiter gestartete Matellia alles reinwarf. „Prima, wie wir gekämpft haben. Leider sind die Gegentore zu absoluten Unzeiten gefallen“, berichtete Metelen-Coach Stefan Okon. Klara Koers traf kurz nach dem Anpfiff (3.) und kurz vor der Pause (42.). Unmittelbar nachdem beide Teams wieder auf dem Platz waren, ließ Wenke Löcker das 3:0 folgen (47.). „Keine Frage, das Timing bei unseren Treffern stimmte“, stellte SpVgg-Coach Marc Bethge zufrieden fest. Ihm gefiel außerdem, dass sich seine Elf sofort dem Kampf stellte. „Wir wussten, dass wir voll dagegenhalten müssen, und das haben wir auch gemacht.“ Anne Spitthoff gelang nach Zuspiel von Maike Faber der Ehrentreffer (80.), der mehr als verdient war. „Eine tolle Leistung, für die wir uns heute leider nicht belohnt haben“, resümierte Okon.

Galaxy Steinfurt – Fortuna Gronau 3:3 (2:0)

Die „Galaktischen“ ließen sich einen 3:0-Vorsprung noch aus der Hand nehmen, trotzdem stellte Trainer Hennes Jerzinowski die positiven Aspekte in den Vordergrund: „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben.“ Lara Kreimer besorgte per Freistoß das 1:0 (10.), kurz danach wurde Anna Westhoffs vermeintliches 2:0 aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. „Das war nie abseits. Dieser Treffer wäre in der Endabrechnung entscheidend gewesen“, schüttelte Jerzinowski mit dem Kopf. Hannah Scheipers ließ das 2:0 (35.) und 3:0 (47.) folgen, wobei das 3:0 – eine Volleyabnahme – in die Kategorie „Tor des Monats“ fiel. Nach rund einer Stunde war das Heimteam körperlich platt. Das nutzen die Gronauerinnen, um durch Meike Scholten (59./64.) und Stefanie Schneider (80.) gleichzuziehen.

SG Holtwick/Legden – TuS Altenberge 2:1 (1:0)

Die entscheidende Szene ereignete sich in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Holtwicks Pia Horstmöller nach einem Pass frei vor Altenberges Torfrau Kira Fröbrich auftauchte und das 2:1 erzielte. „Das war mindestens zwei Meter abseits. Bei uns pfeift der Schiri fast jeden Angriff ab, und das lässt er durchgehen“, echauffierte sich TuS-Trainer Jürgen Albrecht. Die ersten Hälfte ging an die Gastgeberinnen, die diese auch verdient mit einer 1:0-Führung (24., Franziska Kramme) beendeten. Nach dem Pausentee verschoben sich die Kräfteverhältnisse und die Elf aus dem Hügeldorf hielt die Zügel in der Hand. Shanice Lüttecke egalisierte nach Vorarbeit von Lena Füchter (85.), verpasste aber drei Minuten später den Siegtreffer. Der gelang dann kurz vor Ultimo der SG. „Ein Punkt wäre verdient gewesen“, bilanzierte Albrecht.

SG Horstmar/Leer – Union Wessum 4:1 (2:0)

Dass zwei schnelle Tore nicht immer gut für den weiteren Spielverlauf sein müssen, stellte SG-Trainer Stefan Schwarthoff fest. Anna Isfort (7.) und Anica Müller (12.) trafen zum 2:0. „Danach dachten wir wohl, es würde von alleine gehen und es wurde angefangen, über die Höhe des Sieges zu spekulieren“, war Schwarthoff nicht damit einverstanden, dass die Konzentration bei seinem Team nachließ. In gleichem Maß intensivierte Wessum das Zweikampfverhalten, und so wurde es kein Spaziergang für den Tabellendritten. Mittelstürmerin Anna Isfort erhöhte nach Vorlage von Maike Kreimer auf 3:0 (76.), ehe die Gäste dank einer abgefälschten Ecke von Laura Bömer auf 1:3 herankamen (83.). Den Schlusspunkt setzte Anna Isfort mit einem Lupfer, nachdem Sarah Rodine zuvor den Ball erobert hatte. „Anna ist so eine richtige Strafraumwühlerin. Vom Typ her am besten mit Gerd Müller oder Ulf Kirsten zu vergleichen“, lobte Schwarthoff die Torjägerin, die in dieser Saison schon 15 Mal ins Schwarze getroffen hat.

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