1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Horstmar
  6. >
  7. Verkehrte Welt

  8. >

Die Frauen-Bezirksliga im Überblick

Verkehrte Welt

Horstmar/Metelen

Die SG Horstmar/Leer schien vor allem kurz vor und kurz nach der Pause ein wenig von der Rolle. Ganz im Gegensatz zu den Metelenerinnen, die ihre Pflichtaufgabe mit Bravour bestanden.

Von Tom Veltrup

Anne Langehaneberg (l.) machte beim 3:0-Sieg in Wessum auf ihrer rechten Seite ein Foto: Thomas Strack

Ungewohntes Bild in der Bezirksliga der Damen: Während die bisherigen Überflieger aus Horstmar und Leer die erste Niederlage kassierten, gewannen die bis dato punktlosen Metelenerinnen auswärts mit 3:0.

SG Horstmar/Leer – SG Holtwick Legden    1:3 (1:2)

An Spieltag Nummer sieben gab es für die Elf von Stefan Schwarthoff die ersten Gegentreffer, vergangenen Sonntag hagelte es nun die erste Pleite. „Es war ein gebrauchter Sonntag“, resümierte der Übungsleiter. „Es war eigentlich eine ausgeglichene Partie. Doch wir haben unsere eigenen Chancen nicht genutzt und deren lange Bälle nicht gut verteidigt. Und sie waren dann brutal effektiv vorm Tor.“ So auch in Minute 24, als Jule Wortmann die Führung erzielte. Danach folgte eine Druckphase, in der unter anderem Anna Isfort die Gelegenheit auf den Ausgleich vergab. Wenig später schickte Sina Frahling Maike Kreimer auf die Reise, die quasi in umgekehrter Arjen-Robben-Manier von links in die Mitte zog und die Kugel mit rechts ins lange Eck schlenzte (42.). Quasi mit dem Pausenpfiff war Nina Wortmann jedoch wieder für die Gäste zur Stelle (45.). In der Halbzeitpause nahmen sich Schwarthoff und Co viel vor, wurden nur zwei Zeigerumdrehungen später jedoch wieder vor die blanke Realität gestellt: Pia Horstmöller traf zum 3:1. Danach rannten die Gastgeberinnen an, doch ohne Erfolg. Lediglich Isfort traf noch den Pfosten.

SV Union Wessum II – Matellia Metelen     0:3 (0:2)

Da ist er endlich, der erste Sieg für die Metelener Damen! „Es war zunächst etwas schwierig auf dem schlechten Rasenplatz. Außerdem hast du die Nervosität bei uns gespürt“, schilderte Chefcoach Stefan Okon die holprige Anfangsphase in Wessum. Verlieren war nämlich verboten, da es als Tabellenvorletzter gegen das Schlusslicht ging. Doch die Nervosität verflog allerspätestens, als Metelens Madlen Tenkhoff eine Ecke hereinbrachte und Janine Lohe die Kugel ins eigene Tor bugsierte (34., ET). Nur vier Zeigerumdrehungen später war Anne Langehaneberg zur Stelle – erneut nach einem Eckstoß Tenkhoffs. „Anne hat ein überragendes Spiel gemacht – so wie alle anderen auch, aber sie war nochmal herausragend“, lobte Okon seine Rechtsaußen. Doch auch Fabienne Iking auf der Gegenseite glänzte und traf zum 3:0-Endstand (65.). „Ihr hat man die Erleichterung am meisten angemerkt, da in den vergangenen Wochen so viel nicht geklappt hat“, will Okon nun das „Positive mitnehmen und darauf aufbauen“.

Startseite
ANZEIGE